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Design und Architektur im Dialog

Architekten und Designer trafen sich am 15. Juni 2012 auf Einladung des Allgäuer Dekorplattenherstellers Thermopal in der ehemalige Hochschule für Gestaltung in Ulm zu Vorträgen und Diskussionen.

Die legendären Räume der ehemaligen Ulmer Schule – einst weltweit anerkannte Institution für Design – waren für das fachspezifische Event zu Farb- und Oberflächengestaltung ein schöner Rahmen. Zum Programm gehörten Einblicke in das Sanierungskonzept des historischen Gebäudes der HfG, Führungen durch die aktuellen Ausstellungen des HfG-Archivs sowie Vorträge über zukunftsorientierte Designtrends mit Objektbeispielen aus der architektonischen Praxis.

Alle Fotos: Stefan Eigner

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Die gegenwärtigen Oberflächen- und Farbtrends, umgesetzt in unterschiedlichen Anwendungsbereichen im Ladenbau, präsentierte Maren Wilbrandt, Leiterin der Design- und Oberflächenentwicklung bei Thermopal. Sie unterstrich ihre Ausführungen mit Beispielen zu neuesten Designentwicklungen, die in diesem Jahr auf der Möbelmesse in Mailand zu sehen waren. Die Innenarchitektin Sigrid Rupf zeigte in einem Anwenderbericht über das Ulmer Hotel »Lago« ihr architektonisches Raumkonzept, in welchem die Historie der HfG gestalterisch eine Fortsetzung findet.

»Wir müssen uns mehr um die Belange der Benutzer aller Altersgruppen kümmern«, so Prof. Horst Diener, Diplom-Designer der HfG. Er stellt zur Erarbeitung von Universal-Design-Strategien den Dialog mit den Nutzern in den Vordergrund. Zudem sind ihm en Denken in Systemen und das Ausrichten auf die „Moral der Dinge“ wichtig. Design, das zu Zeiten der HfG eine Missionarsarbeit war, gilt es dem heutigen demografischen Wandel anzupassen.

Verborgener Schall- und Brandschutz

Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten auch das Sanierungskonzept der denkmalgeschützten HfG-Bauten im Detail kennen lernen: Bestehendes stärken, Fehlendes ergänzen und vor allem die ursprüngliche Raumkonstellation im Original erhalten – diese Grundgedanken sind in den umgesetzten Maßnahmen zu finden. Der Architekt Adrian Hochstrasser stellte vor, wie durch seine Planung die flexible, als Skelettbau ausgeführte Gebäudekonstruktion eine energieeffiziente sowie schall- und brandschützende Sanierung auf nahezu unsichtbare Weise realisiert werden konnte.

Weitere Highlights waren die Führungen durch das HfG-Archiv und die Ausstellung »Otl Aicher – Die Regenbogenspiele. Das visuelle Erscheinungsbild der XX. Olympischen Spiele, München 1972«. Dr. Dagmar Rinker und Susanne Freitag, eine Nichte des berühmten Designers Otl Aicher, gaben Einsichten in die erfolgreichen Designprojekte der HfG und das bahnbrechende Werk seines Gründungsmitglieds.

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