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Design-Woche Budapest

Am 4. Oktober 2018 beginnt die Veranstaltungsreihe »Design-Woche Budapest«. Bei der feierlichen Eröffnung erfolgt – fast schon traditionell – auch die Bekanntgabe der diesjährigen Gewinner des Ungarischen Designpreises und des Design-Management-Preises. Die im Laufe der Jahre erreichten Ergebnisse werden dadurch gut untermauert, dass die in diesem Jahr bereits zum fünfzehnten Mal veranstaltete Design-Woche Budapest zusammen mit den verbundenen Veranstaltungen in der Provinz etwa 250 Programme erreicht. Ehrengast der Jubiläumsveranstaltung ist Deutschland, das auch auf dem Gebiet des Designs als Großmacht gilt und sich mit der Vorstellung von Stardesignern und ikonischen Objekten an den Programmen beteiligt. Auf dem fünfzehntägigen Festival beweist die Reihe der Ausstellungen, Konferenzen, Workshops, Präsentationen und Vorträge nicht nur, dass sich die Design-Woche Budapest heute zu einer international anerkannten und bedeutenden Veranstaltung entwickelt hat, sondern belegt zugleich die wirtschaftliche Bedeutung und gesellschaftsformierende Kraft des Designs. Schirmherr und Finanzierer der Programmreihe ist die Nationale Behörde für Geistiges Eigentum.

Der Ungarische Design-Rat rief 2004 die Design-Woche ins Leben, die während ihres bisherigen fünfzehnjährigen Bestehens zum namhaftesten Ereignis des ungarischen Designlebens wurde. Obwohl das Gros des diesjährigen Programms die zwischen 5. und 19. Oktober veranstalteten Events geben, bieten die Ausstellungsplätze und Partnergeschäfte der Öffentlichkeit die Programme in zahlreichen Fällen sogar einen Monat lang an. In diesen Tagen dreht sich die Welt außer der Hauptstadt auch in Sopron, Győr, Debrecen und Pécs um das zeitgenössische Design und das Design des 20. Jahrhunderts, gleichzeitig trägt der Skanzen von Szentendre mit einer noch weiter zurückblickenden, mit unserem geistigen Erbe verbundenen Designausschreibung und einem zu diesem Thema veranstalteten Rundtischgespräch zur Vielfalt der landesweiten Programmreihe bei.

Den Traditionen entsprechend gibt die Übergabe des Ungarischen Designpreises und des Design-Management-Preises dem Festival »Design-Woche Budapest« die feierliche Attitüde. Der Ungarische Designpreis macht seit fast vier Jahrzehnten in den Kategorien »Produkt«, »Entwurf«, »visuelle Kommunikation« und »Studentenarbeit« auf herausragende, innovative und marktfähige Produkte und Entwicklungen des ungarischen Designs aufmerksam. Der Design-Management-Preis ist 2018 an einem Meilenstein angelangt, da es in diesem Jahr zehn Jahre her ist, dass der Preis Wirtschaftsorganisationen verliehen wird, die das Design und die Innovation als integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie behandeln. Die aus den Arbeiten der Preisträger und hervorragendsten Bewerber eröffnete kostenlose Ausstellung kann bis zum 19. Oktober im Flashback Photo Studio in Óbuda besichtigt werden, das auch Schauplatz der Zeremonie der Preisübergabe ist.

Besondere Programme
Unsere Mission: das Design – das Motto der Design-Woche Budapest von 2018 regt zur Zusammenfassung und Vorausschau an. Im Zeichen dessen wird zwischen 5. und 19. Oktober jeden Tag mit Vorträgen und mit Sachverständigen geführten Rundtischgesprächen eine Antwort auf jeweils eine heutzutage wichtige gesellschaftliche Frage und Herausforderung, ausdrücklich vom Gesichtspunkt des Designs gesucht. Mission: Das Ziel der Gespräche der Programmreihe Design ist es, zu entdecken, was die Mission des Designs bei der Ausgestaltung der Zukunft sein kann. Es wird dabei unter anderem um technologische Veränderungen und Änderungen am Arbeitsmarkt, Smart Cities, Kundenbewusstsein, Turbulenzen globaler Märkte und auch die Möglichkeit der Wiederbelebung gesellschaftlicher und unternehmerischer Traditionen gehen.

Der diesjährige Ehrengast des Festivals ist einer der wichtigsten Geschäftspartner unseres Landes, Deutschland. Die ungarischen Wirtschaftsgesellschaften sind über Tausend Fasern mit der deutschen Wirtschaft verknüpft, von den kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zum milliardenschweren Zulieferer. Die Design-Woche Budapest heißt das deutsche Design mit zahlreichen Programmen willkommen: am Hauptschauplatz der Veranstaltungsreihe, im Flashback Photo Studio wird unter dem Titel »Fresch!« eine Ausstellung veranstaltet, die einzigartige zeitgenössische deutsche Designobjekte aufführt. Im Bálna-Zentrum Budapest wird es unter dem Titel Ungarisches Design in der deutschen Autoindustrie ein Rundtischgespräch über die Kooperationsmöglichkeiten der großen Automarken und des Designs in den prominenten deutschen Autowerken unter Teilnahme von Gästen mit großer fachlicher Erfahrung geben. Das deutsche Design wird ebenso am 12. und 13. Oktober bei der Ausstellung Caracalla Design Days im Mittelpunkt stehen, wo anerkannte Designmarken ihre Neuerungen im Bereich der Wohneinrichtung vorstellen. Es erscheinen so bekannte Marken wie Duravit, Villeroy&Boch, Dornbracht, Alape, Hüppe, Kaldewei und Hansgrohe. Unter den weltweit führenden Küchenmöbelherstellern ist SieMatic zu finden, die seit fast 90 Jahren tätige Firma übergibt im Rahmen der Veranstaltung die neueste Küche und das neueste Esszimmer von SieMatic für den Spirit Home Schauraum. Außer diesen stellen noch zahlreiche Ausstellungen und Vorträge über deutsches Design die Designwelt des Motors Europas vor.

Ebenso mit dem Motto verknüpft war die am 28. September abgehaltene Designkonferenz Jövő most/Future Now, deren Veranstalter die Ungarisches Design Kulturstiftung bzw. ihr Mitveranstalter der Ungarische Design-Rat war. Das Thema des Programms bildet eine entwickeltere und verbreitete Erscheinungsform der künstlichen Intelligenz, das hyperrationale Design. Bei der Konferenz ging es um die unumgängliche Rivalität des etwas entwickelnden Menschen und der von ihm geschaffenen künstlichen Intelligenz, um die bei der Schaffung der zukünftigen ungarischen Kultur zu erwartende Rolle des Design bzw. um die Bedeutung des Ökodesigns, gleichzeitig begleiten diese Themen alle besonderen Programme der Design-Woche.

Ádám Németh, Volkswirt der Nationalen Behörde für Geistiges Eigentum als Schirmherr und Finanzierer der Programmreihe, hält am 10. Oktober gemeinsam mit Sachverständigen als Gäste einen Vortrag über die Wichtigkeit des Schutzes des geistigen Eigentums bzw. darüber, was das Risikokapital der Kreativwirtschaft geben kann. Im Laufe des Programms erhalten die ausgewählten Design-Firmen eine Möglichkeit, ihre Tätigkeit und ihre Produkte einer aus Investoren bestehenden Jury vorzustellen, die ihre Meinung und ihre Ratschläge in Verbindung mit den weiteren Entwicklungsmöglichkeiten und einer eventuellen Investition darlegen.

Vor 70 Jahren verstarb der weltberühmte Architekt, Kunstgewerbler, Grafiker und Pädagoge Lajos Kozma. Zu seinen Ehren veranstalten die Kunsthalle, das Museum für Kunstgewerbe, das Ungarische Architekturmuseum und das Dokumentationszentrum für Denkmalpflege, das Komplex Berufsbildungszentrum Budapest, der Ungarische Design-Rat und die Design-Woche Budapest die Programmreihe »Kozma-Gedenkjahr«. Das Ziel der Programmreihe besteht in der Vorstellung der Arbeiten von Lajos Kozma in einer Ausstellung, bei Workshops und bei einer mit der Ausstellung verbundenen Konferenz. Das zentrale Element des Programms, die Kozma Classic Ausstellung ist bereits seit Anfang September in der Kunsthalle zu sehen, während die Konferenz am 8. und 9. Oktober veranstaltet wird.

Ebenso als besonders Programm erscheint die Herbstausstellung und Herbstmesse OTTHONDesign, in deren Fokus der Prozess steht, aus den Innenräumen der Wohnung ein Zuhause zu gestalten. Die Design-Woche Budapest wirkt als strategischer Partner der Herbstausstellung OTTHONDesign im Laufe des Programms auf verschiedene Weise bei der Vorstellung der ungarischen Designer mit. »Der bei der Frühjahrsveranstaltung OTTHONDesign debütierende Pure Design-Block ist nur eine unserer Initiativen, die unabhängig vom Zeitpunkt des Festivals Design-Woche Budapest zur Entwicklung der ungarischen kleinen und mittleren Design-Firmen gedacht sind” – hob Judit Osvárt, die Kuratorin der Design-Woche Budapest hervor. »Das Programm veranstalten wir zusammen mit der Fa. Hungexpo während der Design-Woche Budapest, um die ungarischen Designer einer noch breiteren Öffentlichkeit vorzustellen zu können.”

Ebenso im Rahmen der Herbstausstellung und Herbstmesse OTTHONDesign wird zwischen 12.-14. Oktober die Schulbörse der Kreativwirtschaft »Wohin weiter?« veranstaltet, bei der sich Mittel- und Hochschuleinrichtungen der Designerausbildung und künstlerische Fakultäten vorstellen und außerdem der Verband der Ungarischen Möbel- und Holzindustrie zum Programmpunkt ein Rundtischgespräch veranstaltet.

Besondere Programme versprechen die Vorträge ausländischer Stardesigner zu werden. Sebastian Herkner, einer der bekanntesten Vertreter der jungen deutschen Designergeneration, arbeitete schon mit solchen Marken zusammen wie Thonet oder Rosenthal. Mit ihm können sich die Interessenten am 9. und 10. Oktober treffen. Am 11. Oktober wird der Vortrag der österreichischen Möbeldesignerlegende Marc Sadler zu hören sein, mit dem man mit etwas Glück auch im Rahmen eines geschlossenen Workshops zusammentreffen kann. Am 12. Oktober hält der französische Designer Marc Venot, der bereits mit solchen Luxusmarken, wie Hermès, Cartier oder Martinizusammengearbeitet hat, im MOMÉ einen Vortrag.
 
Offene Studios
Eines der populärsten Elemente der Programme der Design-Woche Budapest sind im Allgemeinen die Offenen Studios, das sind die ausgewählten Unternehmen der Kreativwirtschaft, die einen Einblick hinter die Kulissen gestatten und damit den Alltag ihres Ateliers vorstellen. Für Modeinteressierte bieten Back2Bag, Müskinn, Tipton, Clique Design Studio, GabriellaVeszpremi und NON+ interessante Programme. BERTOTY erschließt die Geheimnisse der Innenarchitektur, während es im Büro von Brick Visual mit Hilfe der AR- und VR-Technologien die Möglichkeit zu einer Gebäudebegehung geben wird. Des Weiteren öffnen Enikő Kontor und Ádám Csaba Szabó sowie die Firmen Brand Bar, DesignDonum Studio, Frontira, LumoConcept und UX Studio ihre Tore.

Design-Touren
Jedes Jahr werden auch Design-Touren veranstaltet, bei denen die Besucher die versteckten Designwerte Budapest entdecken können. Mit der im letzten Jahr debütierenden und die Technologie der erweiterten Realität (AR – augmented reality) anwendenden Wikitude-Applikation bietet die Design-Woche Budapest den Benutzern individuelle Inhalte an. Bei der von der Website der Design-Woche Budapest herunterzuladenden Anwendung können die speziellen virtuellen Inhalte mit der Kamera des Mobiltelefons oder Tablets unter Fokussierung auf Seite 66 des Programmheftes oder die entsprechenden Punkte der Budapest Design Map gestartet werden. Mit der eingescannten Seite wird ein kleiner Roboter aktiviert. Mit seiner Hilfe können die Benutzer aufgrund eines konkreten Zeitpunktes oder eines Aufenthaltsortes ein Programmangebot erhalten. Das Interessanteste ist aber die aus fünfzehn Stationen bestehende Innenstadttour vom Kálvin tér bis zum Deák Ferenc tér. Dieses Mobilgerät führt seinen Eigentümer, der in Verbindung mit den einzelnen Stationen gleichzeitig die vor ihm liegende Wirklichkeit und die darin nur auf dem Bildschirm erscheinenden Informationsmaterialien sehen kann.

Events in der Provinz

Im Oktober können wir das Design nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in mehreren Städten in der Provinz feiern. Pécs, Debrecen, Sopron und Győr bereiten sich mit komplexen Programmreihen vor, die neben der Vorstellung örtlich ansässiger Designfirmen die Betonung auch auf aktuelle Fragen der Urbanistik und der Unternehmensentwicklung legen. Die Bevölkerung erwarten sie mit Wandertouren, Kinderprogrammen und Vorführungen. Szentendre veranstaltet ein Rundtischgespräch in Budapest und schließt sich auf diese Weise der Veranstaltungsreihe an. In Pécs wird es mehrere großangelegte Events geben, beispielsweise eine Ausstellung mit dem Titel »In Höchstform«, in deren Rahmen die Interessenten eine Auswahl aus den Arbeiten der bisherigen Preisträger des Ungarischen Designpreises und des Design-Management-Preises sehen können. Ebenfalls in Pécs wird ein Treffen internationaler Geschäftsleute im Handelszentrum Pécs veranstaltet. In Sopron ist die Ausstellung Typozóna/2 einen Besuch wert, in der wir über die Arbeiten von 90 Künstlern einen Einblick in die aktuellen Ergebnisse der Design-Ateliers des ungarischen Hochschulwesens bekommen. Interessant scheint in Győr das Programm »Design Jetzt!« zu sein, bei dem sich örtliche Designer vorstellen. In Debrecen wird unter anderem eine außergewöhnliche Ausstellungsführung mit dem Titel Klassiker mit den Augen eines zeitgenössischen Designers vorbereitet.

Weitere Programme
Die Partner – Designstudios, Ateliers, Museen, Bildungseinrichtungen, Kultureinrichtungen – als wichtigster Bestandteil des Festivals schließen sich auch dieses Jahr mit ihren eigenen Veranstaltungen der Design-Woche Budapest an. Die so zusammengestellte, außerordentlich komplexe Programmreihe umfasst in Budapest etwa 150 und in den vier Partnerstädten in der Provinz fast 100 Events – von Ausstellungseröffnungen bis zur Modeschau, von Food-Design-Veranstaltungen bis zu Werksbesuchen, von Messen bis zu Tagen der offenen Tür. Hinsichtlich der Genres ist die Palette außerordentlich breit: über solche traditionellen Genres hinaus wie Design, Modedesign, Architektur, Innenarchitektur, Grafik oder eben Schmuckgestaltung können die Interessenten auch neue Fachgebiete kennenlernen. So wird es beispielsweise eine Konferenz für Service Design und auch UX/UI Design-Programme geben. Eine Hilfeleistung, um sich bei den Programmen zurechtzufinden, bietet das an etwa 200 Stellen, in 20.000 Exemplaren verbreitete, 120-seitige Programmheft sowie eine außerordentlich gut zu nutzende Website, die auch eine Suche nach mehreren Aspekten ermöglicht und auf der auch die Möglichkeit besteht, die ausgewählten Events in den eigenen Kalender zu exportieren.

Ungarischer Designpreis und Design-Management-Preis 2018
Eine wichtige Mission der vom Ministerium für Innovation und Technologie gesteuerten Preise besteht darin, dass das Design nicht nur eine ästhetische Kategorie darstellen soll, sondern das im Design steckende Wirtschaftspotential sowie sein Charakter als bedeutender Innovationskatalysator immer bewusster genutzt werden. In den letzten Jahren hat die Kreativwirtschaft solche Branchen geschaffen, die vorher überhaupt nicht existierten. UX Designer haften dafür, dass unsere Instrumente leicht und intuitiv genutzt werden können und Service Designer entwerfen die Erfahrung und den Prozess von Dienstleistungen. Das sind nur einige Beispiele über die Anwendung einer auf dem Design basierenden Denkweise in der Innovation.

Prof. Dr. László Palkovics, Minister für Innovation und Technologie, erklärte: »Das Design selbst ist in den Mittelpunkt der unternehmerischen Innovation, der Effizienz und des Wachstums gerückt. Und in Zukunft wird es auch ein unerlässlicher Bestandteil der Wettbewerbsfähigkeit, der nachhaltigen Entwicklung und des Erfolgs der einen hohen Mehrwert produzierenden heimischen Unternehmen sein.”.

Die konjunkturbelebende Rolle des guten Designs ist heute schon unbestritten, das Design ist über die auf der Einheit von Form und Funktion beruhende Erschaffung eines Objekts hinaus zugleich auch Katalysator der Innovation und Garantie für die Nachhaltigkeit. Die jeweilige Auswahljury des Ungarischen Designpreises wählt gerade aufgrund dieser Werte bereits seit fast vier Jahrzehnten die für am besten erachteten Produkte der heimischen Branche aus.

Gewinner und Sonderpreisträger des Ungarischen Designpreises in 2018
Die medizinischen elektronischen Entwicklungen sind bei der Anwendung der designgesteuerten Innovation führend. Da bei der Heilung die Betonung immer mehr auf die Vorbeugung und die häuslichen Pflege gelenkt wird, ist es umso wichtiger, dass die Produkte immer einfacher sein und sie eine benutzerfreundliche Ausgestaltung haben sollten. Dies zeichnet auch das von Péter Iglói-Nagy und Ádám Nagy für die Sanatmetal Kft. entworfene WIWE EKG-Gerät aus. Das WIWE sieht viel mehr nach einem Hightech-Produkt als nach einem medizinischen Gerät aus, trotzdem ist es bei der Vorbeugung sowohl von Schlaganfällen als auch von anderen Kreislaufzusammenbrüchen effizient.
 
Wegen des herausragenden Kandidatenfeldes zeichnete die Auswahljury in den Kategorien »Entwurf« und »Studentenarbeit« jeweils zwei Werke aus. Der Lehnstuhl »Mix« von Sarolta Csoma und Máté Horváth, der in der Kategorie »Entwurf« einen Preis erhielt, beruht sowohl hinsichtlich seiner Erscheinung als auch seiner praktischen Montierbarkeit und auch vom Aspekt der innovativen Materialverbindung auf klassischen skandinavischen Designelementen. Wegen der archetypischen Art des Stuhlentwurfs stellt es für die Designer immer eine große Herausforderung dar, da man sich von den vielen gespeicherten Vorbildern lösen muss, wenn man etwas Neues schaffen möchte. Im Falle von »Mix« ist das dem Designerpaar hervorragend gelungen.Ebenfalls Preisträger der Kategorie »Entwurf« wurde eine für die Varga-Flexo Kft. angefertigte Flexodruckmaschine, eine klassische Industriedesignarbeit von László Németh und Dénes Varga. Die durchdachte, erweiterbare Konstruktion bekam ergonomische Bedienungsoberflächen und Softwareprogramme, die im Einklang mit dem charakteristischen Design stehen.

Auch in der Kategorie »Studentenarbeit« verlieh die Auswahljury zwei Preise. Die Textilkollektion von Eszter Révész mit dem Titel »Neu interpretierte Tradition« ist frei von Trivialitäten und vereint anspruchsvoll, nach umfassender Forschungsarbeit die Welt der traditionellen ungarischen folkloristischen Stoffe mit moderner Technologie. Das Endergebnis wurde eine Textilkollektion, die sich dem heutigen Leben, der Raumausstattung und der Objektkultur anpasst.

Der Rucksack »Onni« von Rebeka Pákozdi wiederum ist ein auf die Gesundheitsförderung und Gesundheitsvorbeugung konzentriertes Projekt mit spektakulären Lösungen. Der stilvolle Rucksack ist gleichzeitig ein Rückenverstärker, der die Körperhaltung verbessert. Der Entwurf ist eine besonders komplexe Studentenarbeit, die gleichermaßen die Möglichkeit in sich trägt, zu einem Fertigprodukt zu werden und weiterentwickelt zu werden.
Palotai Gábor ist Preisträger der Kategorie »visuelle Kommunikation«. Für die schwedische Firma »Livsdal«, einen Hersteller von Premium-Luftreinigern, erstellte er ein an eine unsichtbare Atomwelt erinnerndes, pixelbasierendes komplexes Corporate Design und eine Plakatserie, was von der Auswahljury als elegantes, klares Meisterwerk bezeichnet wurde.

Sonderpreisträger des Ungarischen Designpreises
Der Sonderpreis des für Kultur verantwortlichen Staatssekretariats beim Ministerium für Humanressourcen gewann das von Péter Üveges, Attila Bolega und Gábor Nádasi entworfene Bogányi Grand Piano B-292. Im Bereich des Instrumentendesigns erfordern strukturelle Entwicklungen und Veränderungen von den Designern immer eine riesige Forschungsarbeit, hauptsächlich, wenn es um eine so futuristische Form geht. Die Jury bewertete die durchdachte Form und die Ausarbeitung des Produkts.

Zwei Studentenarbeiten errangen den geteilten Sonderpreis des für Bildungsfragen verantwortlichen Staatssekretariats beim Ministerium für Humanressourcen.
Das Corporate Design des Chicago Jazz Festivals stach mit seiner neuartigen visuellen Sprache aus dem Feld heraus. Die Plakatserie von Máté Serflek kommt ohne die klassischen Embleme und Logos aus, auf den abstrakten, improvisatorischen Charakter des Jazz reflektiert er mit einem impulsiven typografischen Spiel.

Die Schuhkollektion »Layers« von Gabriella Veszprémi würde mit ihren organischen Formen bzw. ihrer statuenhaften und trotzdem tragbaren Ausgestaltung auch bei internationalen Haute Couture-Modeschauen bestehen. Das Ziel der Designerin ist es, die bei der Schuhproduktion anfallenden Lederabfälle im Zeichen der Nachhaltigkeit zu verwerten.
Das geräumige Raumerlebnis der Jurten verbindet die von György Reiner als Sonderpreisgewinner des Ungarischen Design-Rates entwickelte Mobiljurtensystem »SysTents« mit den neuesten technologischen Lösungen. Das ist eine wettbewerbs- und marktfähige Entwicklung, die auf hohem designerischen Niveau den Ansprüchen von Wanderern und Außenveranstaltungen gerecht wird.

Q&C Nano ist ein Wasserspender der neuen Generation und eine Arbeit von Márton Szabó, dem Sonderpreisträger für geistiges Eigentum und Diagnoseleistungen der Nationalen Behörde für Geistiges Eigentum. Das ist ein innovativer Wasserspender, der ans Netz angeschlossen werden kann und der nicht nur wasser-, sondern auch energiesparend ist und eine ideale Ergänzung für mit dem Smartfone verbundene Wohnungen und Büros sein kann.

Design-Management-Preis wird zehn Jahre
Der Design-Management-Preis ließ in den zehn Jahren seines Bestehens solchen Organisationen eine Anerkennung zukommen und machte auf sie aufmerksam, die die Instrumentarien des Designmanagements bei der Ausgestaltung ihrer Strategie, ihrer operativen Tätigkeit bzw. bei der Ausgestaltung ihrer Produkte und Dienstleistungen integriert anwenden, eine ständige Innovation und herausragende Qualität anstreben und dabei auch die Gesichtspunkte der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung und Nachhaltigkeit berücksichtigen. Das Design-Management ist eine verhältnismäßig neue Disziplin, deren Funktion Branchenfremden weniger bekannt ist. Am einfachsten ist es vielleicht, am Beispiel der bisherigen Preisträger zu erläutern, worum es geht. Organisationen wie die Käsewerkstatt Cserpes, die Handschuhmanufaktur 1861 oder die vor zehn Jahren als erste anerkannte Kunsthalle sowie TUNGSRAM-Schréder sind als einheitlicher, durchdachter Brand tätig. Die Elemente ihres Corporate Designs, ihre Produkte wie auch ihr Stil ist erkennbar und unterscheidet sich von ihren Konkurrenten, d.h. dass sie das Design nicht nur beim Entwerfen ihrer Produkte nutzen, sondern es auch auf der Entscheidungsebene der Wirtschaftsorganisation präsent ist.
 
Im Jubiläumsjahr gewann Sixay Furniture den Design-Management-Preis, die durch ihre Massivholz-Möbel bekannt wurden, die europäische Möbeldesigntraditionen weitergebende zeitlose Designwerte aufweisen.

Den Sonderpreis für geistiges Eigentum und Diagnoseleistungen der Nationalen Behörde für Geistiges Eigentum erhielt die K9-Sport Kft., die sich im Bereich der Accessoires für Hunde eine Rolle als Marktführer erkämpft hat. Das Hauptprofil der Marke ist die Entwicklung und Produktion von Hundegeschirr – das heutzutage die Halsbänder immer mehr ablöst und für Diensthundeeinheiten und Hobbyhundehalter gleichermaßen ideal ist –.
Eine Anerkennungsdiplom erhielten die Ivanka Factory Zrt., die S39 Hybrid Design Kft., die Tipton Eyeworks - Tipton Global Kft. und die Beyond the Standard - BTS World Kft.

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