You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Designklassiker auf DVD


Algol ist der Name einer Familie von Programmiersprachen, eine Abkürzung für den Begriff »Algorithmic Language«. Algol heißt auch der zweithellste Stern im Sternbild des Perseus. Der Transport von Bildern mittels Licht und das lautlose Gleiten durch Raum und Zeit sind schlüssige Metaphern für das portable Fernsehgerät Algol 11, das in den 60er Jahren den Traum möglich macht, Bilder zu empfangen, wann und wo man will. Das Gerät mit dem leicht nach oben geneigten Bildschirm erlangt schnell Kultstatus. In seinem poppigen Design mit Chromleisten und kräftigen Farben spiegelt sich eine ganze Epoche.
Design 1, Objekte

Design 1
Der Citroën DS 19: »Die Göttin« Im Oktober 1955 stellte Citroën auf dem Pariser Autosalon seinen DS 19 vor und war mit der damals sehr kühnen Konstruktion der internationalen Konkurrenz gut zehn Jahre voraus. Das Publikum brach anhand der innovativen Technik und der avantgardistischen Ästhetik in Begeisterungsstürme aus. Roland Barthes sah in diesem Auto »humanisierte Kunst« und einen Wendepunkt in der Mythologie des Automobils.

Das Bubble Club Sofa: Zack, zack, zack – mit wenigen Bleistiftstrichen erklärt uns Philippe Starck das Konzept des Sofas Bubble Club, das er für die italienische Firma Kartell Anfang der 1990er Jahre entwarf. Es besteht komplett aus Plastik und spielt virtuos mit unseren heutigen Vorstellungen, wie ein Sofa auszusehen hat.

Der BIC® Cristal®: 1950 brachte der Baron Marcel Bich den ersten Einweg-Kugelschreiber auf den Markt und revolutionierte damit gängige Schreibgewohnheiten. Der BIC® Cristal®, beachtenswert wegen seiner Benutzerfreundlichkeit und seiner einfachen, der Funktionalität untergeordneten Form, ist über ein halbes Jahrhundert später aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Die Akari-Lampe: Für die Erfindung der Akari-Lampe – dieses leichten und fragilen, aber kompromisslos modernen Papierlampions – ließ sich der amerikanisch-japanische Bildhauer und Designer Isamu Noguchi von traditionellen japanischen Laternen inspirieren, die Licht in Skulpturen verwandeln.

Der Staubsauger Hoover: In der Geschichte des Staubsaugers verbindet das Hoover-Modell »One-Fifty«, 1934 vom Designer Henry Dreyfuss entwickelt, auf bis dato beispiellose Weise Form mit Funktionalität. Der Name »Hoover« wurde so berühmt, dass er sich unter amerikanischen Konsumenten rasch als Synonym für das Wort Staubsauger durchsetzte.

Der iMac: 1998 schlug der eiförmige, durchscheinende, nutzerfreundliche und bunte iMac wie eine Bombe auf dem von Beige und Grau dominierten Informationstechnologiemarkt ein. Der Designer Jonathan Ive entmythologisierte den Computer, der sich in der Folgezeit vom Bürogehilfen zum Mitbewohner entwickelte.


Design 2, Objekte

Design 2
Das Bücherregal Bookworm: Das von Ron Arad gestaltete Bücherbord Bookworm ist eines der wenigen Regale, dessen Gestaltungsprinzip auf biegsamen Formen und geschwungenen Linien aufbaut. Das emblematische Möbelstück des 20. Jahrhunderts wirft die Frage auf, welche Rolle Bücher und deren Aufbewahrung in unserem Leben spielen.

Die Concorde: Forscher, Ingenieure, Designer und Ausstatter ließen sich 1967 auf ein außergewöhnliches industrielles Abenteuer ein und entwickelten die Concorde, die Passagieren das Reisen mit doppelter Schallgeschwindigkeit ermöglicht – in einem modernen, ästhetisch ansprechenden und luxuriösen Ambiente.

Die Kaffeemaschine Conica: Aldo Rossi gestaltete die Kaffeemaschine Conica 1984 für Alessi als ein »Miniaturdenkmal « unserer häuslichen Landschaft. Schluss mit dem billigen Nachkriegsaluminium und der achteckigen Form der klassischen italienischen Kaffeekanne: Conica ist ein spiegelglatter, zylindrischer Turm aus rostfreiem Stahl.

Die Leica: Die 1914 erdachte Leica ist das langlebigste aller Designobjekte. Sie ist nicht nur ein wunderbar innovatives Produkt, sondern trug seinerzeit einen bedeutenden Teil zur Entstehung des Fotojournalismus als einer radikal neuen Sichtweise auf die Welt bei.

Der Lounge-Chair: Berühmt wurde er durch Billy Wilder: 1956 von den Eheleuten Charles und Ray Eames erfunden, wurde der Lounge Chair das Symbol der boomenden Wirtschaft der 1950er Jahre und stand zugleich für das Streben nach Komfort und Entspannung. Bis heute ist der Sessel niemals aus der Mode gekommen.

Die Vespa: Sofort nach ihrer Einführung im Italien der Nachkriegszeit feierte die Vespa dort große Erfolge – sie war sicher, sparsam und die Italiener verliebten sich in ihre kurvenreiche Form. Die Vespa war stets mehr als ein Industrieprodukt; sie wurde zum Symbol der italienischen Erneuerung und das Kino machte sie sogar zum Star.



Design 3, Objekte

Design 3
Der Walkman: Der Sony-Chef wollte gerne beim Golfspielen Musik hören. Aus diesem Wunsch heraus entstand die Idee des individuellen Musik-Konsums, die im digitalen Zeitalter als iPod überlebt hat.

Der Jaguar E-Type: Auf dem Genfer Autosalon im Februar 1961 wurde der Jaguar-Stand förmlich überrannt. Unmengen von Bestellungen wurden für ein Auto aufgenommen, das mit extravagantem Design, revolutionärer Technik und verblüffender Leistung überraschte.

Die Valentine-Schreibmaschine: Ettore Sottsass war verantwortlich für die Gestaltung der Olivetti-Büromaschinen. 1969 entwarf er die knallrote Schreibmaschine Valentine, eine Provokation aus Kunststoff, die ihn schlagartig weltberühmt machte.

Der Sitzsack Sacco: Der birnenförmig-ergonomische Sacco-Sessel kam 1968 auf den Markt. Kein Wunder, dass für Sacco neben der Pop-Art auch der revolutionäre und spielerische Geist dieser Epoche Pate stand.

Der Fernseher Algol 11: 1964 von Marco Zanuso und Richard Sapper entwickelt, leitete den Siegeszug des portablen TV ein. Sein stabiles Plastikgehäuse, die kräftigen Farben und die Chromleisten unterstreichen das poppige Design.

Den Paimio-Sessel entwarf der finnische Architekt und Designer Alvar Aalto 1931 für das Lungensanatorium von Paimio. Ideal für die Atmung, gehört der elegante Schwingsessel zu den berühmtesten »Accessoires der Architektur«.


18 Filme à 26 Min., www.absolutmedien.de, DVD, Farbe + s/w, Dolby Digital Stereo, PAL ISBN 978-3-89848-138-0, ? 29,90 (Design 1+2) ISBN 978-3-89848-141-0, ? 19,90 (Design 3)


Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2009

Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.