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DETAIL Symposium »Sicherheit planen«

„Sicherheit erreicht man nicht, indem man Zäune errichtet, Sicherheit gewinnt man, indem man Tore öffnet.“ Urho Kekkonen (1900-86), finnischer Politiker, 1956-1981 Staatspräsident

Das Thema Sicherheit an Schulen und öffentlichen Plätzen rückte durch die Ereignisse der letzten Monaten verstärkt ins Zentrum des Interesses. Es stellt sich die Frage, worin die Ursachen für eine solche Entwicklung der Gewalt liegen und wie diesen Ereignissen besser vorgebeugt werden kann. Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten, öffentliche Dienste beanspruchen oder ihre Freizeit verbringen, sollen dem allgemeinen Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit entsprechen, ohne dies vordergründig zur Schau zu tragen. Für Architekten und Planer bietet das Thema Sicherheit eine Vielzahl an Möglichkeiten, die ihre Architektur zukunftsfähig machen wird.

Zugenommen haben weltweit auch die Angst und die Bedrohung durch Terrorismus. Spezialisten und Experten verschiedenster Fachrichtungen entwickeln auf diesem Gebiet immer neue Techniken; dies betrifft auf staatlicher Seite den baulichen Bevölkerungsschutz, den Schutz der kritischen Infrastruktur, die Sicherstellung der Kommunikationssysteme und Versorgung mit Strom, Nahrung und Wasser. Immer häufiger ist die Rede von einer neuen »Sicherheitsarchitektur«.

Ein weiterer Punkt sind Naturkatastrophen, die in immer kürzeren Abständen und ungeahnten Ausmaßen auftreten. Um ihnen besser vorbeugen zu können, müssen z.B. neue DIN-Normen in Kraft treten, neue Sicherheitsfaktoren am Bau berücksichtigt werden und spezialisierte Berufsfelder entstehen. Daneben spielen Gestaltungsfragen eine entscheidende Rolle: Wie können Architektur und Sicherheitskonzepte sinnvoll und ansprechend miteinander verbunden werden? Kann ein Bauwerk allein durch seine Gestaltung bereits Sicherheit vermitteln?

Zu all diesen Aspekten gilt es aktuell neue und zukunftsfähige Werkzeuge und Entwurfsrichtlinien zu schaffen: Wie sicher sind unsere Gebäude bereits? Wie sieht sichere Architektur aus? Welche Merkmale verbindet der Nutzer mit dem Thema Sicherheit? Was bedeutet dies konkret für die Planung? Wie wirken sich neue Richtlinien auf die Freiheit im Entwurf aus? Darf die Angst vor Terrorismus und Naturkatastrophen Baukultur und Baukunst überhaupt beeinflussen?

Diese und weitere Fragen werden auf dem eintägigen Symposium »Sicherheit planen« am 02. Dezember 2009 mit Vorträgen von Referenten aus Architektur und Wissenschaft sowie in einem anschließenden Workshop diskutiert.

TERMIN

Mittwoch 2. Dezember 2009 10.00 bis 17.00 Uhr in München

VERANSTALTUNGSORT

Jüdisches Zentrum München, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

PROGRAMM

10:00 Uhr Anreise

10:15 Uhr Einführung
Alexander Rieck, Architekt und Forscher, Fraunhofer Institut, Stuttgart

10:30 Uhr Sicherheit im Jüdisches Zentrum München
Andreas Hoefer, Wandel Hoefer Lorch Architekten, Saarbrücken
Dr. Rena Wandel-Hoefer, Baudezernentin der Landeshauptstadt Saarbrücken
im Dialog mit Thomas Weber, Leiter Produktmarketing, SimonsVoss Technologies AG

11:30 Uhr Gated Communities – Separation und Sicherheit
Stephan Gourov, Pädagoge und Organisationsentwickler, Profiling von Hartz IV, Berlin
Johann-Peter Scheck, Prof. Architekt ETH, Stadt- und Regionalsoziologie, Regensburg

12:10 Uhr Sicherheit an deutschen Schulen – Architektur als sozialer Katalysator
Susanne Hofmann, Architektin, Wiss. Ass. TU Berlin Baupiloten, Berlin

12:50 Uhr Mittagspause

13:30 Uhr Der besondere öffentliche Raum – Sicherheitskonzept des
umgebauten Stachus Untergeschoss

Ludwig Wappner, Allmann Sattler Wappner Architekten, München

14:10 Uhr Sicherheit durch Beleuchtung im öffentlichen Raum
Jürgen Duffner, Hess AG Form + Licht, Villingen-Schwenningen

14:30 Uhr "Rette sich wer kann" Das Zusammenwirken von Brandmeldesystemen und Sprachalarmanlagen Michael Buschmann, Dipl.- Ing., Head of Marketing Communication & Training, Novar GmbH a Honeywell Company

14:50 Uhr Prototyp Sicherheitshochhaus – KSP Jürgen Engel Architekten
Christoph Breimann, Mitglied der Geschäftsleitung Hochtief Construction AG, Essen

15:30 Uhr Kaffeepause

16:00 Uhr Workshop: Sicherheitstechnische Prävention
Peter Fasold, Erster Kriminalhauptkommissar, Bayer. Landeskriminalamt München
Martin Möhring, Kriminalhauptkommissar, Bayer. Landeskriminalamt München
Sepp Moosreiner, Dipl.-Ing. (FH), Bayer. Landeskriminalamt München

16:30 Uhr Workshops: Forschungs und Entwicklungsabteilung der Partner, Produktmanager und Marketingabteilung der Unternehmen

17:00 Uhr Ende der Veranstaltung


Moderation: Alexander Rieck, Architekt und Forscher, Fraunhofer Institut, Stuttgart

Änderungen im Programm bleiben vorbehalten.

TEILNAHMEGEBÜHREN

Symposium 02. Dezember 2009 € 40,-
Für Studenten oder DETAIL Abonnenten € 20,-
Inklusive: Tagungsgetränke und Catering
Die Bezahlung der Teilnahmegebühr ist nur vor Ort am Veranstaltungstag möglich.

Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis zur Veranstaltung mit.

SPONSOREN

sponsor symposium sicherheit planen

IDEELLE PARTNERSCHAFT

Dominik-Brunner-Stiftung

Für Rückfragen steht Frau Julia Haider, Redaktion DETAIL, zur Verfügung: haider@detail.de

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