You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

DETAIL TV Highlights zur Architektur 09/2010

Das TV-Programm zur Architektur im September zeigt ein Portrait des französischen Architekten und Stadtplaners Paul Chemetov, eine Dokumentationsreihe zum Thema »Energien der Zukunft«, sowie ein visionäres städtebauliches Konzept aus Hongkong.

arte Sonntag, 5. September 2010, 13.00 Uhr
Künstler hautnah: Paul Chemetov
Film von Elisa Mantin
Paul Chemetov, 1928 in Paris geboren, ist Architekt und Stadtplaner. Mit dem über der Seine gelegenen und von der Metro aus für jedermann sichtbaren Wirtschafts- und Finanzministerium hat er eine Stadt in der Stadt geschaffen. Sich selbst begreift Chemetov nicht nur als Architekt, sondern als eine Art Konstrukteur, der dem Menschen im Kontext der Moderne gerecht werden will. Bereits als er noch die École des Beaux Arts besuchte, rebellierte er gegen einen vorgefertigten Formenkanon und verschrieb sich dem Bauen in seiner sichtbaren Materialität. Er macht den Prozess des Bauens an seinen Gebäuden - häufig geometrische Konstruktionen aus Glas, Stahl und »rohem« Beton - bewusst sichtbar. Chemetovs Werk lässt sich mit dem Begriff »Brutalismus«, der in den 50er und 60er Jahren unter anderem auch von Corbusier als Architekturstil geprägt wurde, zusammenfassen. In »Künstler hautnah« begeht Paul Chemetov noch einmal seine berühmtesten Bauten, wobei er sich nicht vor einem kritischen Blick aufs eigene Werk scheut. Außerdem gewährt er Einblick in sein »Labor« in der Ardèche, wo er mit Architektur experimentiert.

arte Montag, 13. September 2010, 16.50 Uhr
Mit Energie in die Zukunft
Dokumentationsreihe, F 2009
In einer Zeit, in der Erdölreserven und Bauland immer knapper werden, begegnen die vier Projekte dieser Dokumentationsreihe dem ständig wachsenden Energiebedarf mit neuen Methoden: In Kernfusion, Erdwärmegewinnung, energieneutraler Bauweise und nachhaltiger Stadtplanung liegt der Schlüssel zu den Energien der Zukunft. Der erste Teil beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen zur Energiegewinnung mittels Kernfusion. Die zweite Folge stellt ein Modell für nachhaltiges Bauen in China vor. Der »Pearl River Tower« im südchinesischen Guangzhou wird der erste umweltneutrale Wolkenkratzer der Welt. Der Turm nutzt nur natürliche Energiequellen in seinem unmittelbaren Umfeld und könnte unter Umständen sogar mehr Energie erzeugen als er verbraucht. Der dritte Teil verfolgt den Bau der Stadt Masdar in der Wüste Abu Dhabis. Die Erforschung umweltfreundlicher Wohnlösungen steht im Zentrum eines der ehrgeizigsten Umweltprojekte der Welt. Masdar soll kein einziges Gramm CO2 erzeugen, seinen eigenen Strom produzieren und ein autofreies Transportsystem bekommen. Die letzte Folge verfolgt die Errichtung einer neuen Pumpanlage, die den heißen Dampf der isländischen Böden in Heizenergie und Warmwasser für eine ganze Stadt umwandelt.

Arte zeigt die komplette Reihe an den kommenden Tagen jeweils um 16.50 Uhr:
Montag, 13. September 2010, 16:50 Uhr, Teil 1, Die Sonne auf Erden
Dienstag, 14. September 2010, 16:50 Uhr, Teil 2, Der Wolkenkratzer am Perfluss
Mittwoch, 15. September 2010, 16:50 Uhr, Teil 3, Masdar – Eine ökologische Modellstadt
Donnerstag, 16. September 2010, 16:50 Uhr, Teil 4, Auf Wärme bauen

Leben, Luft
Foto: ZDF / © Jens Hinrichsen

arte Mittwoch, 29. September 2010, 11.35 Uhr
Leben in der Luft
Ein Film von Timm und Birgit Ellwart, D/HK 2006
Viele Menschen träumen von einem Leben hoch oben in den Lüften. In der chinesischen Metropole Hongkong scheint dieser Traum Realität zu werden. In einer eigenständigen Ebene, 200 Meter über der Grundebene, entsteht eine Stadt über der Stadt. Ein Großteil des Stadtteils Kowloon soll komplett neu überbaut werden. Die schon vorhandenen Wolkenkratzer werden in das Konzept als Stützpfeiler integriert oder überbaut. So lässt sich jeder Quadratkilometer Hongkongs doppelt nutzen. Das schafft neuen Lebensraum nach oben, aber auch Enge, Bedrückung und U-Bahn-Atmosphäre nach unten. Technisch ist das Projekt machbar. Architekten wie Stephan Lau aus Hongkong planen die neuen Megacities sogar in Erdbeben- und Tsunamiregionen. Auch in Europa, Nordamerika und Australien wird das Konzept der Stadt von morgen bereits diskutiert. Während der deutsche Architekt Christoph Ingenhoven in der Erschließung der dritten Baudimension neue Chancen sieht, warnen Psychologen und Philanthropen wie der Frankfurter Forscher Rolf Haubl vor einer Ghettoisierung ganzer Stadtteile. Während oben um die besten Plätze mit viel Licht, Luft und Sonne gerungen wird, befürchtet der Forscher vom Sigmund-Freud-Institut, dass im unteren Stadtteil Menschen sozial und geografisch ausgesondert werden. Unten versus oben - die Erschließung der dritten Baudimension spaltet die Ansichten über die Stadt von morgen. Bei aller Faszination für die Technik versucht die Dokumentation in einer Rundreise durch Europa und Fernost, Perspektiven für die Städte des 21. Jahrhunderts aufzuzeigen. Dabei geht sie auch der Frage nach, inwieweit die »Leitbilder« aus Asien auf die europäische Tradition des Stadtbildes Einfluss nehmen werden.

Aktuelles Heft
DETAIL 9/2018
DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.