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Deutscher EXPO-Pavillon »Seavolution«

Vorgestellt werden zukunftsorientierte Technologien, Projekte und Verfahren aus Deutschland, die sich mit verschiedenen Aspekten des Expo-Themas »Der lebende Ozean und die Küste – Ressourcenvielfalt und nachhaltige Aktivitäten« beschäftigen. Der Höhepunkt ist eine virtuelle Tauchfahrt.

Der Deutsche Pavillon auf der Expo 2012 Yeosu Südkorea wird in die drei übergeordneten Themenbereiche »Küsten«, »Lebensraum« (Ökosystem Meer) und »Schatzkammer« (Ressourcen) untergliedert. In daraus abgeleiteten Themenwelten gehen die Besucher auf eine Entdeckungsreise und werden über interaktive Elemente direkt in das Geschehen einbezogen.

In der Wartezone vor dem Pavillon können sie in einem Quiz ihr Wissen über Deutschland testen. Beim Betreten des Pavillons stellt ihnen ein kurzer Film die deutschen Küsten der Nord- und Ostsee und die großen Häfen inklusive der Hamburger HafenCity vor.

Anschließend betreten die Besucher eine Dünenlandschaft mit multimedialen Strandkörben. Hier werden mit Projektionen und Animationen Themen rund um den Bereich »Küsten« wie umweltfreundliche Schiffe, Strömungsturbinen oder Tsunami-Frühwarnsysteme behandelt. Über eine Lichtschleuse gelangen die Besucher danach in den Themenbereich »Lebensraum«, wo sie in dem nachgebauten Steuerstand eines Forschungs-U-Boots den Lebensraum Ozean als größtes Ökosystem der Erde erkunden. Vorgestellt werden Aspekte wie Hochseefischerei und die Gefahren der Überfischung, Müll im Meer sowie der Klimawandel und seine Folgen für die Weltmeere.

Hinter einer weiteren Lichtschleuse empfängt die Besucher die aus zwei halbrunden Räumen bestehende »Schatzkammer«, in deren Zentrum eine rund 500 Gramm schwere Manganknolle vom Meeresgrund des Zentralpazifiks als Symbol für den Tiefseebergbau und seine Potenziale steht. Manganknollen sind in Tiefen zwischen 4.000 und 6.000 Meter auf dem Meeresboden zu finden. Forschungssonden in Originalgröße zeigen, mit welchen Mitteln die Menschheit derzeit versucht, die Meereswelt zu erkunden.

In Animationen erfahren die Besucher etwas über die zukünftigen Möglichkeiten eines umweltschonenden unterseeischen Abbaus von Erzen, Methanhydraten und anderen Ressourcen. Als Höhepunkt erwartet die Besucher zum Abschluss eine animierte Expedition in einem futuristischen Tiefsee-Mobil. Dank einer spektakulären 360°-Projektion haben sie dabei das Gefühl, in einer Glaskugel zu schweben, und begegnen unter anderem einer der sagenumwobenen Riesenkraken.

Der Pavillon-Titel »Seavolution« spielt sowohl auf das Motto der Weltausstellung »Der lebende Ozean und die Küste« an, als auch auf die technischen Innovationen, die Deutschland in der südkoreanischen Stadt präsentieren wird.

Das Pavillon-Logo in den Farben Schwarz, Rot und Gelb orientiert sich bei der Formgebung ästhetisch an einem Nautilus. Der Kopffüßer aus dem späten Präkambrium lebt seit rund 500 Millionen Jahren auf der Erde. Er ist sowohl in Salz- als auch in Süßwasser beheimatet. Sein Schneckenhaus gilt als Musterbeispiel für den Goldenen Schnitt, der seit der griechischen Antike als Inbegriff von Ästhetik und Harmonie angesehen wird.

Eine Auswahlkommission aus Vertretern von Bundesministerien, Bundesämtern, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Ausschüssen und der HMC hat Ende Mai das Konzept zur inhaltlichen Gestaltung des Deutschen Pavillons im Rahmen eines Vergabeverfahrens aus neun Entwürfen ermittelt.

Projektdaten
Grundfläche: ca. 1.132 m²
Zwischengeschoss: max. 50 % der Grundfläche
Gesamtfläche: rund 1.700 m²
Dramaturgie: Von der Küste in die Tiefe

Räumliche Gliederung:

  • Preshow (Deutschlands Küsten & Häfen, Leben an Nord- & Ostsee)
  • 3 Themenwelten (Küsten, Lebensraum, Schatzkammer)
  • Mainshow (Tauchfahrt in die Zukunft)
  • Restaurant / Shop


Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Bonn
Gestaltung: facts+fiction GmbH, Köln
Architektur: GTP Architekten, Düsseldorf

www.expo2012-deutschland.de

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