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DGNB: Weitere Nutzungsprofile geplant

Bislang waren DGNB-Zertifizierungen eher eine Angelegenheit für größere, hochpreisige Immobilien. Nun will die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen auch ein Nutzungsprofil für kleinere Wohngebäude vorstellen. In Vorbereitung sind außerdem Profile für Laborbauten und Bestandsgebäude.

Centurion Commercial Center in Hamburg; Architekten: Baumschlager-Eberle Lochau ZT GmbH
Ausgezeichnet mit dem DGNB-Zertifikat in Gold: Centurion Commercial Center in Hamburg; Architekten: Baumschlager-Eberle Lochau ZT GmbH; Foto: DC Commercial GmbH & Co. KG

Im Januar 2009 wurden auf der BAU in München erstmals DGNB-Zertifikate für nachhaltig gebaute Büro- und Verwaltungsgebäude vergeben. Inzwischen können Gebäude in folgenden Nutzungsprofilen zertifiziert werden:

  • Neubau Bildungsbauten
  • Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Bestand Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Neubau Handelsbauten
  • Neubau Hotelgebäude
  • Neubau Industriebauten
  • Neubau Krankenhäuser
  • Neubau Laborgebäude
  • Neubau Mieterausbau
  • Neubau Stadtquartiere
  • Neubau Wohngebäude
  • Mehrfachzertifizierung für Neubau Handelsbauten, Neubau Industriebauten, Neubau Bildungsbauten, Neubau Wohngebäude, Neubau Hotelgebäude
  • Mischnutzung: Aufgrund des starken Interesses an der Zertifizierung von gemischt genutzten Gebäuden hat die DGNB ihr Portfolio erweitert. Ab sofort können Bauwerke mit zwei oder mehr unterschiedlichen Nutzungen ein Zertifikat erhalten. Zur Auswahl stehen derzeit die Nutzungsprofile für
    - Büro- und Verwaltungsgebäude (Neubau)
    - Handelsbauten (Neubau)
    - Wohngebäude (Neubau)
    - Hotelgebäude (Neubau)

 

Weitere Nutzungsprofile sind in Vorbereitung, zum Beispiel für kleinere Wohngebäude und Versammlungsstätten. Ein breites Spektrum bildet auch die Zertifizierung von Bestandsbauten ab: Die DGNB dehnt hier ihr Angebot auf Nutzungsprofile für Büro- und Verwaltungsgebäude, Industriebauten, Handelsbauten und Wohngebäude aus und wird diese ab dem Jahresende 2012 anbieten.

Die Variante für kleinere Wohngebäude soll laut DGNB-Geschäftsführerin Christine Lemaitre zur Messe BAU im Januar 2013 in München vorgestellt werden. Ebenfalls soll im kommenden Jahr ein Leitfaden erscheinen, der Planer, Bauherren und Handwerker auch unabhängig von einer Zertifizierung über Nachhaltigkeitsaspekte beim Bau von Wohngebäuden berät.

Neues Nutzungsprofil für Laborbauten – DGNB und BMVBS kooperieren
Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat die DGNB außerdem ein Nutzungsprofil für Laborgebäude entwickelt, das nun in die Erstanwendung startet. Rund zehn Projekte haben bisher ihre Teilname an der Erstanwendungsphase signalisiert. Die Anmeldefrist für die Erstanwendung läuft noch bis 6. Juli 2012.

Laborgebäude sind in ihren Anforderungen höchst komplex – sie können neben Büros, Präparations- oder Analytiklaboren auch Reinräume, Werkstätten oder Räume für Tierhaltung umfassen. Je nach Forschungsprojekt sind zudem unterschiedlich strenge Sicherheitsvorkehrungen zu beachten.

Für die Zertifizierung eines Laborgebäudes ist ein Betriebs-, Sicherheits- und Abfallkonzept zwingend notwendig. Im Bedarfsfall muss zudem ein Explosionsschutzkonzept vorgelegt werden. »Der Sicherheitsaspekt ist bei Laboren besonders wichtig. Hier wird schließlich häufig mit Substanzen gearbeitet, die keinesfalls in die Umwelt geraten sollten«, betont die Geschäftsführerin der DGNB, Christine Lemaitre.

Eine weitere Besonderheit ist beim Energieverbrauch zu beachten. Zusätzlich zum gebäudebezogenen Energiebedarf, wie etwa Heizung oder Beleuchtung, fällt im Betrieb von Laborgebäuden nämlich ein hoher Anteil an Prozessenergien an. Für eine sinnhafte Betrachtung und Bewertung der nachhaltigen Qualität eines Laborgebäudes ist dieser Bedarf nicht zu vernachlässigen. Daher berücksichtigt das neue Nutzungsprofil sowohl den gebäudebezogenen als auch den nutzungsbedingten Prozessenergiebedarf.

Die Betrachtung umfasst die gängigen sechs DGNB-Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturell-funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Anhand von rund 50 Einzelkriterien werden alle Bereiche des nachhaltigen Bauens über den gesamten Gebäudelebenszyklus abgebildet.

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