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Bauhaus, Buch

Die Publikationen des Bauhaus: Zeugnisse der Moderne

Wie kaum eine andere Schule der Moderne hat das Bauhaus seine Ideen und Methoden in die Öffentlichkeit getragen. Heute sind die Bücher und Zeitschriften, die das Bauhaus publizierte, endlich auch wieder zu lesen: In Kooperation mit dem Bauhaus Archiv /Museum für Gestaltung bringt Lars Müller Publishers zum Jubiläumsjahr Faksimile-Ausgaben der Zeitschrift und mehrere Bände der Bauhausbücher heraus.

Dokumente der Moderne
Die Schriftstücke sind wichtige historischen Quellen, die das Bild des Bauhaus vertiefen und seine Rezeption an manchen Stellen korrigieren. In ihnen wird deutlich, was die Meister und Schüler beschäftigte und worin sie ihre eigene Rolle sahen. Schon die Gestaltung der Publikationen macht deutlich, dass es hier um eine signifikante Haltung geht, die selbstbewusst nach Außen auftritt und die Welt überzeugen möchte. Grafik, Typografie und Ausstattung der Bücher von Lars Müller Publishers greifen die der Originalveröffentlichungen auf, die Walter Gropius und Lázló Moholy Nagy gemeinsam herausgaben. Dass für die Faksimile-Produktion digitale Technologien eingesetzt wurden, versteht sich heutzutage von selbst.

Internationale Architektur, Malerei, Fotografie und Film, Piet Mondrians Design und ein pädagogisches Skizzenbuch von Paul Klee: Die Publikationen machen deutlich, wie vielfältig die Themen, Thesen und Beobachtungen am Bauhaus waren. Die eigene Disziplin wird dabei zum Teil eines Ganzen, in dem Architektur und Kunst als Einheit gefasst sind – die Idee des Gesamtkunstwerks ist allgegenwärtig, die Perspektiven der verschiedenen Autoren dazu heterogen und vielschichtig.

Sprachrohr der Avantgarde
Die eigenen Ideen zu kommunizieren, war auch Anliegen der Zeitschrift »bauhaus«, die von 1925 bis 1931 periodisch erschien und sich zu einem wichtigen Sprachrohr der Avantgarde entwickelte. Die Themen des Blatts sind oft autoreferentiell – zu den Autoren zählen auch die Meister der Schule, darunter Wassily Kandinsky, Josef Albers oder Mies van der Rohe. Sogar Anzeigen waren in der bauhaus-Zeitschrift ab Januar 1928 möglich. Allerdings behielten sich die Herausgeber vor, sie nach eigenen grafischen Richtlinien zu gestalten. Auf Kompromisse ließ man sich nicht ein am Bauhaus – auch das gehört mit zur markanten Haltung der Avantgarde.

Hintergründe zu den Publikationen des Bauhaus erfahren Sie Essay von Hans Ibelings in Detail 6/2019.

Lars Müller (ed), Bauhaus Zeitschrift 1926-1931, Faksimile, Sprache: deutsch und englisch, mit einem Essay von Astrid Bähr, 316 Seiten in Paperback-Einzelheften, Zürich 2019.

Folgende Bauhausbücher sind bei Lars Müller Publishers auf Englisch erschienen: Walter Gropius, International Achitecture; Paul Klee, Pedagogical Sketchbook; Piet Mondrian, New Design; László Moholy-Nagy, Painting, Photography, Film, Zürich 2019

In der Edition DETAIL ist die Publikation »My Bauhaus / Mein Bauhaus« erschienen, die Sie hier über den Online Shop erwerben können.

Kurze Werbepause

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 6/2019 mit dem Themenschwerpunkt »Mauerwerk und Stein«.
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DETAIL 6/2019
DETAIL 6/2019, Mauerwerk und Stein

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