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Innovationszentrum Ines, Pezo von Ellrichshausen, Foto: Pezo von Ellrichshausen

Die Quadratur des Kreises: Innovationszentrum Ines in Chile

Das Innovationszentrum Ines fügt sich im Südosten der chilenischen Stadt Concepción auf dem Gelände der Universität Bío-Bío ein. Das füngeschossige Gebäude mit quadratischem Grundriss zieht alle Blicke auf sich. Für die auffällige, rote Farbgebung sorgt pigmentierter Sichtbeton. Die Zwischendecken kragen wie Balkone rundum in alle Richtungen gleichmäßig aus und betonen die Horizontale. Großflächige Verglasungen schließen die Gebäudehülle ab.

Während die Kubatur des Fakultätsgebäudes von außen schlicht und einfach wirkt, ergibt sich im Inneren ein fast extravagantes Bild aus geometrischen Formen und Öffnungen. Sie öffnen den geradlinigen Baukörper nach außen und stehen für Innovation.  Außerdem soll das fließende Raumkonzept laut Mauricio Pezo und Sofía von Ellrichshausen die Kreativität fördern. Besonderen Wert legt das Planerduo auf eine Kombination von gemeinschaftlich genutzten und privaten Bereichen, die sowohl Platz für kollektive als auch für individuelle Arbeit bieten.

Kreise und Kreissegmente prägen die einzelnen Etagen. Runde Aussparungen in den Zwischendecken bilden ein Atrium und erwecken den Anschein, als hätte sich eine hungrige Raupe durch das Zentrum des Gebäudes gefressen. Die Löcher werden nach oben hin immer kleiner und schließen mit einem Dachfenster ab. Luftige Durchbrüche finden sich auch in den auskragenden Teilen der Geschossplatten und schaffen spannende Blickbeziehungen.

Als Gegenstück zu den kommunikativen Zonen im Herzen von Ines, mit Platz für Ausstellungen und Workshops, befinden sich an allen vier Ecken viertelkreisförmige, abgeschlossene Räume. Anders als das Atrium wachsen sie mit jedem Stockwerk weiter an. Ihre Größe lässt sich von außen an der Fassade ablesen. Sie dienen als private Arbeitsbereiche, für Meetings und andere Kurse. Versteckt in einer der Außenecken befindet sich außerdem der Erschließungskern mit Treppe und Lift.

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