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Die Welt als Würfel: "Water Cube" von MVRDV

Nach Aichi 2005 und Shanghai 2010 kündigt sich mit der Weltausstellung 2012 im koreanischen Yeosu bereits eine weitere „Expo“ in Asien an. Das niederländische Architekturbüro MVRDV hat nun den Entwurf für einen Pavillon mit Namen „Water Cube“ vorgestellt. Anders als im gleichnamigen Schwimmstadion der Olympiade 2008 in Peking sollen darin jedoch keine Schwimmer ihre Bahnen ziehen, sondern Fische und andere Meerestiere.

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Grafik: MVRDV

„The Living Ocean and Coast“ lautet das Thema der Weltausstellung 2012 in Yeosu, und auch das ist eine Reminiszenz an die Expo 2008, die bekanntlich in Zaragoza stattfand und sich ebenfalls dem Thema „Wasser“ widmete. Insofern sind die Inhalte des Pavillons – die Darstellung von Wasser als Lebensraum und knappe Ressource - nicht mehr ganz neuartig. Doch die niederländischen Architekten können für sich in Anspruch nehmen, mit dem „Wasserwürfel“ – wenn er denn in dieser Form realisiert wird – eines der bislang außergewöhnlichsten Aquarien weltweit entworfen zu haben.

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Grafik: MVRDV

Die Grundform – der Würfel – ist denkbar einfach, und auch die Idee, in dessen Mitte eine zentrale Halle freizuhalten, ist ebenso simpel wie schlüssig. Alle tragenden Bauteile und auch die Wasserbecken sind in der rund 5 Meter starken, räumlichen Hülle des Würfels integriert. Dort jedoch wird es komplex: Das rechtwinklige Grundraster des Würfels ist mit einer zweiten Struktur überlagert, in der sich die Umrisse der Kontinente abzeichnen. In der einen Außenwand sind Asien und Australien zu erkennen, in der zweiten Afrika, und dem Dach des Würfels sind die Küstenlinien Nordamerikas, Sibiriens, Nordeuropas und Grönlands einbeschrieben.

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Grafik: MVRDV

Der Zugang zum Würfel führt durch einen unterirdischen Tunnel und weiter durch eine „antarktisförmige“ Fußbodenaussparung in die Halle. Von dort aus gelangen die Besucher über Rampen entlang der Aquarien bis hinauf zum Dach und auf anderem Wege wieder hinunter ins Erdgeschoss. Die in der Außenhülle integrierten Aquarien sind untereinander verbunden und werden ständig mit frischem Meerwasser gespeist. In die Fassaden werden Photovoltaikmodule integriert, die Strom für die Beleuchtung und die Pumpen in den Aquarien liefern.

 

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