You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
KIRK architects, Queensland Parks &Wildlife, Australien

Do Not Disturb: Nachhaltiges Schildkrötenzentrum in Australien

Der Auftrag für Kirk umfasste neben dem Neubau eines öffentlichen Gebäudes mit einer Rezeption, einem Bildungszentrum, Büros, Laboren sowie Forschungseinrichtungen auch die Gestaltung der Umgebung des sensiblen Strandabschnitts für die Verkehrs- und Fußgängerbewegung in dem Naturschutzgebiet des Great Barrier Reefs in Bargara. Während der Nistzeit der Schildkröten, die jährlich an den selben Ort zum Laichen zurückkehren, kommen jeden Abend bis zu 300 Besucher, um diesem Schauspiel beizuwohnen. Sie müssen vom Versammlungshof des Zentrums in der Dunkelheit über gesicherte Wege und Promenaden zum Strand geführt werden.

Kirk Architekten stellen das Prinzip der Nachhaltigkeit und den sensiblen Umgang mit der Natur in den Fokus ihres Gestaltungsvorhabens. Das beginnt damit, dass sie das neue Zentrum auf dem Grundstück eines bereits bestehenden Parkplatzes errichten, diesen abreißen und außerhalb des Schutzgebietes lokalisieren und setzt sich bei der Auswahl der Baumaterialien fort. Sie achten auf Regionalität, ein Konstruktionssystem, das Abfall und den Eingriff in die Natur auf ein Minimum reduzieren, sowie auf die Energieeffizienz des Neubaus. Außerdem sollte auch das neue Zentrum für mindestens 40 Jahre der korrosiven Meeresluft und saisonalen Zyklonen trotzen. Sie wählen für die Struktur lokal erzeugtes Brettschichtholz und für die Innenauskleidung Sperrholz. Die vorfabrizierte Struktur aus sich kreuzenden, diagonalen Schichtholzträgern lassen sie innerhalb von zwei Wochen mit einem einzigen Kran aufbauen.

In den Innenräumen setzen die Architekten auf natürliche Belüftung durch Luftschlitze und Deckenventilatoren. Markante dreieckige Oberlichter mit Diagrid-Muster, das an das Muster der Schildkrötenpanzer erinnert, sorgen für ausreichend Tageslicht. Lichtverschmutzung nach außen wird durch die Fassade aus gefaltetem Kupferblech verhindert. Das Kupfer wird mit der Zeit zunehmend Patina entwickeln und das Zentrum so mehr und mehr mit seiner natürlichen Umgebung verschmelzen.

Kurze Werbepause

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
/0
Kistefos Museum, Oslo, BIG

Let’s twist again: Kistefos Museum bei Oslo von BIG

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.