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Skop, Schule Port, Simon von Gunten

Dorf unter einem Dach: Schulhaus Port

Mitten in einem Wohnquartier liegt der Neubau der Schule Port. Nahe der Stadt Biel realisieren die Architekten von Skop ein Gebäude, das mit seiner Kubatur auf den Charakter des Ortes eingeht. Das mehrfach gefaltete Dach nimmt Bezug zu den Gebirgsausläufern des Jura auf. Durch die Einbettung in die nördlich abfallende Hangkante entsteht ein Plateau, über welches man das Obergeschoss betritt. Die Ankunftsrichtungen der Kinder (Ost und West) werden mit dem Flur zu einer Verbindungsachse, die sich durch das komplette Gebäude zieht.

Im Erdgeschoss befinden sich Organisationsräume wie Lehrerbereich und Schulküche, während die 9 Klassenräume und 3 Kindergarteneinheiten von der besonderen räumlichen Atmosphäre des Faltdaches im Obergeschoss profitieren. Jeder Klassenraum bildet hierbei scheinbar eine eigene Hauseinheit. Diagonale, versetzt zueinander angeordnete Einheiten ermöglichen die größtmögliche Bespielbarkeit der Innenräume.

Durch viele Raumverbindungen entsteht ein offenes Gefüge, was Flexibilität für diverse Lernformen bietet und Synergien fördert. 
Während Klassen- und Kindergartenräume fassadenseitig angeordnet sind, werden die innenliegenden Räume über 7 große Oberlicht-Dacheinschnitte belichtet.

Beim gesamten Planungsprozess wurde verstärkt auf Nachhaltigkeit geachtet: Eine Holzkonstruktion aus weitgehend vorgefertigten Holzelementen, die optimierte Gebäudetechnik mit Wärmerückgewinnung und die dichte, gut gedämmte Hülle minimieren graue Energie.

Die gefaltete Dachkonstruktion hat eine Mehrfachfunktion: Holzkastenelemente tragen die Lasten des Dachs – mit bis zu 13 m Spannweite – ab und übernehmen zusätzlich akustische und lüftungstechnische Eigenschaften. Für ein einheitliches Fassadenbild sorgt eine hinterlüftete, druckimprägnierte Holzschalung aus Weißtanne. Mit den 1100 Photovoltaik-Paneelen auf dem Dach kann das Gebäude nicht nur sich selbst, sondern auch ca. 50 zusätzliche Haushalte im Jahr mit Strom mitversorgen. Geheizt wird durch die Wärme der Müllverwertungsanalge Biel.

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Weitere Informationen:

Mitarbeit: Basil Spiess, Silvia Weibel Hendriksen, Martin Zimmerli, David Brunner, Angelika Marxer
Baumanagement: Spörri Graf Partner / APP, Bern, Schweiz
Landschaftsarchitektur: Grand Paysage, Basel, Schweiz
Holzbauingenieur: Indermühle Bauingenieure, Thun, Schweiz
Bauingenieur: Tschopp Ingenieure, Bern, Schweiz
Gebäudetechnik: tp, Biel, Schweiz
Elektroplanung: A. Schlosser, Biel, Schweiz
Bauphysik: Pirmin Jung Ingenieure, Rain, Schweiz
Signaletik: superbüro, Biel, Schweiz

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