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Ein Flughafen mit Holzdachkonstruktion

Der Erweiterungsbau des Mactan Cebu International Airport auf den Philippinen erinnert ein wenig an ein Resort. Grund hierfür sind das aus Brettschichtholz konstruierte Dach und Tragwerk. Ursprünglich wollte das Architekturbüro Integrated Design Association aus Hongkong den Erweiterungsbau des zweitgrößten Flughafens der Philippinen aus Stahl bauen. Doch man entschied sich um und setzt auf das Naturprodukt Holz, das auf den Philippinen eine lange Tradition als Baustoff hat.
Für die 15 m hohe, wellenförmige Tonnendach-Tragstruktur mit einer Spannweite von 30 m wurden 4500 m3 Brettschichtholz benötigt. Die dazu notwendigen 23 m langen Bogenbinder-Hälften fertigte Rubner Holzbau vor, verschiffte sie über den Rhein-Main-Donau-Kanal und Antwerpen auf die Philippinen und montierte sie in Lapu-Lapu City auf der Insel Mactan in drei Monaten.

Weitgespannte Tonnendach-Tragstruktur
Der dreigeschossige Bau besteht aus einer zentralen, dreischiffigen Eingangshalle mit 48, auf 74 erweiterbare Check-in-Countern. Die weiteren, seitlich anschließenden Gebäudeflügel setzen die wellenförmige Dachkonstruktion als Symbol für die Brandung an Mactans Küsten fort und führen zu den Gates. Der Ankunftsbereich befindet sich im Erdgeschoss und im zweiten Geschoss, der Abflugbereich im ersten Geschoss. Natürliche Materialien finden sich im gesamten Terminalbereich. So kommt neben unterschiedlichen Holzarten an den Wänden der sanitären Anlagen Moos aus Italien zum Einsatz. Der polierte Steinbodenbelag mit glitzernden Perlmutteinlagen soll den Sand an den sonnigen Stränden Cebus symbolisieren.

Testaufbau in Österreich
Im Rahmen eines Design+Build-Vertrags legte Rubner dem Angebot detaillierte Konstruktionspläne bei. Vor Start der eigentlichen Produktion realisierte das Unternehmen am Standort Ober-Grafendorf einen Testaufbau mit einigen Brettschichtholzbögen in Originalgröße.

Hohe Erdbeben- und Windlasten
Die Hauptanforderungen an das Tragwerk resultieren aus den hohen Erdbeben- und Windlasten. Stürme können in der Hurrikan-Saison Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreichen. Die Herausforderung in der Konstruktion waren die Gebäudefugen für die Bewegungen im Fall eines Erdbebens sowie die Verankerung der Hauptträger am Betonbau, da der Aussteifungsverband in 6,50 m Höhe endet und nicht bis zum Boden geführt werden konnte.

rubner.com

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