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Museumsumbau, Hoskins Architects, Dach

Ein neues Dach für die Kunst: Museumsumbau von Hoskins Architects in Aberdeen

Vieles war an dem 1885-1926 errichteten Museumsbau der Aberdeen Art Gallery nicht mehr zeitgemäß: die technischen Installationen waren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, das Dach undicht, das Obergeschoss nicht barrierefrei zugänglich und die Wegeführung reichlich chaotisch. Außerdem fehlten Räume für Wechselausstellungen. Gründe genug also für den Stadtrat der schottischen Ostküstenstadt, Hoskins Architects 2009 mit einer Sanierung und Erweiterung des Gebäudes zu beauftragen, die nun abgeschlossen wurde.

Das weithin sichtbare Kennzeichen der Erweiterung ist der neue, mit konkaven Kupferblechelementen verkleidete Dachaufbau. Er bietet Räume für Wechselausstellungen, die Museumspädagogik und ein Café. Außerdem haben die Besucher von hier aus Zugang zu einer Dachterrasse mit Blick über die Stadt. Durch eine ovale Deckenaussparung versorgt das glasüberdeckte Dachgeschoss außerdem die darunter liegende, große Skulpturenhalle des Museums mit Tageslicht.
Auf den unteren Ebenen des Hauses haben Hoskins Architects vor allem Erschließung und Wegeführung grundlegend neu organisiert. Die langen, geraden Raumfluchten wurden geöffnet und die Raumübergänge mit markanten Portalen aus grauem Holz markiert. Darin verbergen sich auch technische Installationen wie Elektroverteiler und Luftbefeuchter. Erstmals ist nun auch der Kuppelraum der Remembrance Hall zu einem integralen Bestandteil des Ausstellungsrundgangs geworden. Bei der Be- und Entlüftung des Museums setzten die Architekten weitgehend auf den thermischen Auftrieb in der zweigeschossigen Skulpturenhalle und dem darüber liegenden Dachgeschoss. Verbrauchte Luft entweicht durch automatisch gesteuerte Öffnungen rund um das Dachoberlicht ins Freie. Frische Luft strömt durch ähnliche Öffnungen in den unteren Geschossen nach. Nur die Säle für die Sonderausstellungen unter dem Dach sind ausschließlich mechanisch be- und entlüftet.

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Weitere Informationen:

Projektsteuerung: Faithful & Gould
Kostenplanung: AECOM
Ausstellungsarchitektur: Studioarc
Denkmalschutz: Andrew PK Wright OBE
Lichtplanung: Speirs & Major

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