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Ausstellung, Markus Heinsdorff, Installation, Buchheim Museum, Bernried, Starnberger See

Ein Space Ship als Lebensraum

Heinsdorff, der sich bei seinen Kunstprojekten immer wieder mit ökologischen und sozialen Fragen auseinandersetzt, will mit der Installation Space Ship Anregungen geben zum Leben in Zeiten des Klimawandels ebenso wie zum einfachen und kostengünstigen Bauen.

Seine Grundidee ist einfach: Anstatt bei Überflutungen die Flucht zu ergreifen oder zu versuchen, sein Haus vor eindringendem Wasser zu schützen, sollte man es schlichtweg aufschwimmen lassen. So legt er seine Arche als mobiles Heim aus, das alles enthält, was der Mensch zum Leben braucht: Schlafplatz und Wohnbereich, eine Solardusche, obendrein auch eine Aussichtsplattform mit Schreibtisch und angehängt sogar einen eigenen Gemüsegarten zur Selbstversorgung.

Alle verwendeten Materialien der zerlegbaren Leichtbaukonstruktion kommen aus dem Baumarkt und lassen die unterschiedlichsten Kombinations- und Ausbaumöglichkeiten zu. Das Grundgerüst etwa besteht aus handelsüblichen Stahlprofilen für den Trockenbau, getragen wird es von recycelten Ölfässern, die den Auftrieb ermöglichen. Und für die Energieversorgung sind Photovoltaikmodule installiert.

Trotz aller praktischer Verwendbarkeit aber sieht der Künstler sein Space Ship in erster Linie als Skulptur. Er will und kann keinen Bauplan zur Lösung drängender Probleme liefern, sondern vielmehr Impulse und Denkanstöße geben, beispielswiese zum Leben und Überleben auf dem Wasser. Oder ganz einfach auch zum Thema Wasser selbst, das als unser grundlegendes Lebenselixier die unterschiedlichsten Formen annehmen kann: Als stimmungsvoller See etwa löst es romantische Gefühle aus und lädt zur Erholung ein, während es in Form einer Flut schnell zur Bedrohung werden kann – der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ebenso vielschichtig wie die Interpretationsmöglichkeiten zeigte sich am Eröffnungstag auch das Publikum – denn unter die Kunstinteressierten, die mit Shuttlebooten die Installation erreichten, mischten sich bei strahlendem Sommerwetter schnell und ganz zwangslos auch neugierig gewordene Badegäste aus dem See.

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