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Einladend und lichtdurchflutet: Sauerbruch Hutton gewinnen Wettbewerb im Elsass

Erster Preisträger: Sauerbruch Hutton Architects

Im elsässischen Obernai bei Straßburg manifestiert sich ein Stück deutsch-französische Geschichte. Die wohlhabende Region rings um das kleine Städtchen ist im Wachstum begriffen, hier siedeln Firmen wie die Brauerei Kronenbourg, das Textilunternehmen Triumph und der Elektronik-Dienstleister Hager. Letzterer hatte kürzlich zu einem internationalen Wettbewerb für sein neues "Forum Hager Group" – einer Unternehmenserweiterung mit Besucherzentrum – geladen, der nun entschieden wurde. Gewonnen haben Sauerbruch Hutton Architects aus Berlin. 

Mit den Attributen „einladend und lichtdurchflutet, schlicht und klar“ würdigte die Jury den Entwurf von Sauerbruch Hutton, den das Preisgericht einstimmig mit einem ersten Preis auszeichnete: „Der Entwurf hat die Jury durch seinen unprätentiösen und gleichzeitig integral geplanten Ansatz überzeugt, er spiegelt gleichzeitig das Selbstverständnis der Hager Group wider“, so das Preisgericht.

1. Preis: Sauerbruch Hutton
2. Preis: Wandel Höfer Lorch
3. Preis: Lissoni Associati
Teilnehmer: Jens Bothe
Teilnehmer: Schneider Schumacher
Teilnehmer: Barkow Leibinger

Insgesamt waren sechs Architekturbüros aus Europa zum Wettbewerb geladen worden.

Einen zweiten Preis erhielten Wandel Höfer Lorch aus Saarbrücken, der dritte Preis ging an Lissoni Associati (Mailand). Teilgenommen hatten auch Barkow Leibinger (Berlin), Schneider Schumacher (Frankfurt/Main) und Jens Bothe (Hamburg). Der Jury gehörten unter anderem Karin Lehmann (Hochschule Bochum), Dörte Gatermann (Gatermann + Schossig, Köln) und Christoph Winkler (SEHW Architekten, Hamburg) an. Der Bauplatz liegt auf dem Werksgelände des bereits bestehenden Unternehmensgebäudes am größten Unternehmensstandort der Hager Group in Obernai.

Sauerbruch Hutton schlagen einen H-förmigen Gebäuderiegel vor, in dem unter anderem Seminar- und Besprechungsräume, Büros und ein Café untergebracht sind. Zwischen den Gebäudeteilen ergibt sich ein großzügiges Atrium, das für Kongresse und Veranstaltungen aller Art genutzt werden kann. Der Entwurf folgt einer klaren Hallentypologie, eine filigrane Holzdeckenkonstruktion bestimmt die Gesamtwirkung des Innenraums: Auffälligstes Merkmal des Neubaus ist sein großzügiges Dach, das deutlich über das Gebäude hinausragt und so einen zentralen, wettergeschützten Platz vor dem Forum schafft. „Dieses Dach soll wie eine Einladung ins Gebäude wirken, gleichzeitig aber einen Ort schaffen, an dem sich Mitarbeiter nach dem Mittagessen gerne noch auf einen Kaffee treffen“, sagt Architekt Matthias Sauerbruch über seinen Entwurf.

Mit dem Bau soll bereits 2013 begonnen werden, die Grundsteinlegung ist für den Sommer 2013 geplant. Anfang 2015 soll der größte Standort der Hager Group vollendet sein und Besucher in dem neuen Forum willkommen heißen.

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