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Gehry, Pierre-Boulez-Saal, Berlin

Einzigartig und wandelbar: Pierre-Boulez-Saal in Berlin

Die Berliner Barenboim-Said-Akademie will jungen Musikern aus dem Nahen und Mittleren Osten im Rahmen eines vierjährigen Bachelorstudiums musikalische Fertigkeiten und Kenntnisse der Geisteswissenschaften vermitteln. Schon 1999 hatte ihr Gründer, der argentinisch-israelische Dirigent Daniel Barenboim, gemeinsam mit dem aus Palästina stammenden Literaturtheoretiker Edward W. Said das West-Eastern Divan Orchestra gegründet. Darin treten israelischen und arabische Musiker gemeinsam auf.

2012 überließ die Stadt Berlin Barenboim das ehemalige Kulissenlager der Staatsoper Unter den Linden als Heimstätte der neuen Institution. Für den nach dem Komponisten Pierre Boulez benannten Konzertsaal des Hauses engagierte die Akademie per Direktauftrag Barenboims langjährigen Freund Frank. O. Gehry und den japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota. Die Ausführungsplanung und Bauleitung oblag dem Berliner Architekturbüro rw+.

Die Osthälfte des Gebäudes wurde für den großen Saal komplett entkernt und die Fassaden auf der Innenseite durch neue Stahlbetonwände hinterfangen. An diesen ist wiederum der ringförmige Oberrang befestigt, der wie eine Brückenkonstruktion stützenfrei den Saal überspannt. Von Süden und Osten fällt nach wie vor Tageslicht durch die Bestandsfenster herein. 

Der Saal ist so konzipiert, dass jeder Zuschauer maximal 14 Meter Luftlinie vom Dirigenten entfernt ist. Gastspiele von Solisten sind darin ebenso möglich wie von kleineren Orchestern, wobei die Musiker wahlweise im Zentrum oder am Rand des zentralen Bühnenovals platziert werden. Letzteres lässt sich mit bis zu drei Reihen loser Bestuhlung versehen. Dahinter sind weitere vier Sitzreihen demontabel an und auf einer einfahrbahren Teleskoptribüne befestigt. Nur die hinterste Sitzreihe des unteren Ovals sowie die beiden Reihen im Oberrang sind fest installiert.

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Weitere Informationen:

Ausführungsplanung: rw+ Gesellschaft von Architekten
Akustik: Nagata Acoustics America
Schallschutz- und Energiekonzept: Müller-BBM
Tragwerksplaner, Brandschutzkonzept: GSE Ingenieur-Gesellschaft
TGA-Planung: ZWP Ingnieur-AG
Bühnentechnik: Ingenieurbüro Schaller
Lichtplanung: L‘Observatoire International
Projektsteuerung: teamproject

Eine ausführliche Print-Dokumentation zum Thema »Bühnenbauten« finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 3/2018.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 3/2018

Bühnenbauten

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