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Elektronische Vergabe bei den öffentlichen Auftraggebern

Elektronische Vergabe bei öffentl. Auftraggebern

Die Oberste Baubehörde und die Firma RIB Software AG sind in den für e-Government eingerichteten bundesweiten Gremien und Arbeitsgruppen (Bauministerkonferenz Projektgruppe - Elektronische Vergabe im Staatlichen Hochbau, Projektgruppe xVergabe, Projektgruppe xBekanntmachung) vertreten. Ihr gemeinsames Ziel: Die Vergabeplattform »vergabe.bayern« soll ständig aktuell in die deutschland- sowie auch europaweiten Entwicklungen des e-Governments eingebunden werden und Erfahrungen länderübergreifend ausgetauscht werden. Ziel der Bayerischen Staatsbauverwaltung ist es, diverse, bereits eingesetzte und auch künftige EDV-Anwendungen miteinander zu verknüpfen und – so weit technisch und durch offene Schnittstellen möglich – an die Plattform »vergabe.bayern« anzubinden.

Wie Baurätin Gisela Karl aus dem Sach­gebiet Vergabe- und Vertragswesen der Obersten Baubehörde berichtet, ist die Implementierung einer e-Vergabe-Plattform, auf der Ausschreibungsunterlagen für Bieterunternehmen digital bereitgestellt werden und Firmen ihre Angebote digital abgeben können, ein fortwährender Prozess, den es kontinuierlich zu verbessern gilt.

Die Basis, dass solch ein digitaler Prozessgedanke übergreifend funktioniert und – ganz wichtig – von allen Beteiligten nicht nur genutzt, sondern vielmehr »gelebt« wird, bildet ein aktives Networking mit den Vergabestellen der Bayerischen Staatsbauverwaltung, den Unternehmen und der Obersten Baubehörde. Die Bayerische Staatsbauverwaltung betreibt eine vollständige elektronische Vergabe, die alle Prozesse innerhalb eines vollkommen durchgängigen Workflows zusammenfasst. Bei der Vielfalt an Plattformen, die bundesweit angeboten werden, ist das Datenmanagement oft enorm aufwendig. Es handelt sich teils um Insel­lösungen, die die manuell zu erstellenden Aufgaben im Vergabeprozess nicht minimieren, sondern lediglich in andere Aufgabenfelder verschieben. Gisela Karl: »Auf vielen Plattformen müssen beim elektronischen Verfahren bereits vorhandene Daten wieder und wieder manuell erfasst werden. Eine Durchgängigkeit, die den gesamten Prozess beschleunigt und erleichtert, findet man bei vielen Herstellern nicht.«

Mit dem Datenaustauschformat GAEB waren die seitens Bayern gewünschten technologischen Voraussetzungen für ein prozessübergreifendes, vollkommen durchgängiges Datenmanagement geschaffen. GAEB ist innerhalb der deutschen Bauindustrie ein renommierter und etablierter Standard, auf den auch die Lösungen von RIB zurückgreifen: »Mit der RIB-Plattform haben wir eine Lösung, die den Prozessgedanken in unseren Hause unterstützt und fördert«, so Baurätin Karl. Bereits nach einem Jahr Pilotphase war das System reif für den Echtstart. 2010 setzte die Oberste Baubehörde dann ein weiteres wichtiges Zeichen in der konsequenten Weiterentwicklung der e-Vergabe, indem sie fortan Vergabeunterlagen nur noch digital auf der Plattform bereitstellte.

Wie wichtig die Kommunikation, der Austausch und das Trainings mit den Programmen sind, zeigte sich während der Ausbildung der Anwender mit der Technologieplattform. Hierbei setzt die Oberste Bau­-
behörde auf zielorientierte Aus- und Weiterbildung durch ein erfahrenes Team von RIB. Seit Beginn 2012 hat die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern über eine Beitrittserklärung die Vergabeplattform www.vergabe.bayern.de für sonstige öffentliche Auftraggeber in Bayern geöffnet. Dieser Impuls trägt dazu bei, die öffentlichen Auftraggeber auf die Absichten der EU vorzubereiten, die europäischen Vergabeverfahren ab 2016 nur noch elektronisch abzuwickeln.

www.rib-software.com

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2013

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