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Erfolge und Kuriositäten aus der Gebäudetechnologie

In kaum einem Einsatzgebiet wirken Produkte und Technologien so schnell überholt wie im Bereich Elektro- und Gebäudeautomation. Kürzlich ist in Hannover wieder die CeBIT zuende gegangen, die neben dem Schwerpunktthema »Work and Life with the Cloud« vor allem Tablet-PCs und Smartphones sowie mobile Business-Lösungen und Anwendungen für den neuen Personalausweis fokussierte. Besonders gefragt waren darüber hinaus Themen wie 3D mit und ohne Brille, IT-Sicherheit, cloudbasierte Drucktechnologien, intelligente Vernetzung von Gesundheit und Verkehr sowie nachhaltige Energiekonzepte für Unternehmen und Privathaushalte.

Gebäudetechnologie, CeBIT, Smartphone
»Videotelefonie« via Skype im Jahr 2011.Ob­wohl erste Technologien dazu bereits Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden, hat sich die massenhafte Anwendung erst mittels Computer und bezahlbarer DSL-Übertragungstechnik durchgesetzt.

1983 zeigte IBM auf der Hannover Messe den ersten Personal Computer, der damals rund 10000 DM kostete. Auf der CeBIT 2011 waren in den Messehallen die Tablet-PCs und Webpads, die fast nur noch aus einem Bildschirm bestehen und größtenteils mit dem Google-Betriebssystem Android oder Microsoft Windows 7 ausgestattet sind, das Top-Thema. Ähnlich viel Rechenpower haben inzwischen auch die Smartphones. Als Minicomputer mit Telefonanschluss lassen sich die Hightech-Handys mit Dutzenden von kleinen Applikationen (Apps) für alle Lebenslagen erweitern und werden dadurch für Business und Freizeit immer unverzichtbarer.

Da verwundert es schon fast, dass erste »Fernsehtelefone« bereits in den 1960er-Jahren vorgestellt wurden. In den 1980er-Jahren gab es ein Netz der Deutschen Bundespost, das die größten deutschen Städte miteinander verband. Dieser Vorläufer des Breitbandnetzes wurde jedoch fast nur von großen Firmen für die Kommunikation zwischen den einzelnen Niederlassungen genutzt. In der großen Masse hat sich Videotelefonie in Deutschland jedoch nie richtig durchgesetzt. Unbrauchbare Engeräte, schlechte Verbindungsqualität und zu hohe Kosten verhinderten im vordigitalen Zeitalter die erfolgreiche Verbreitung. Jetzt hingegen scheinen alle technischen Voraussetzungen zu stimmen. Auf der CeBIT tauchten bereits die ersten Modelle mit der neuen Android-Version 3.0 (»Honeycomb«) auf, deren Bedienoberfläche mit 3D-artigen Effekten überraschte – da ist es doch hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der reale Mensch – komplett in 3D – wieder angesagt ist!

Ein ähnliches Revival steht dann vielleicht auch dem guten alten Bankbeamten bevor. Am in DETAIL 4/1965 präsentierten Auto-Bankschalter (in den USA auch heute noch als Drive Through ATM sehr verbreitet) ­standen der Mitarbeiter der Bank und der Kunde immerhin noch über Bildschirm und Sprechanlage miteinander in Kontakt, bevor diese zukunftsorientierte Einrichtung dem personallosen SB-Center zum Opfer fiel. Doch als entsprechend geschulter Consultant wird der einstige Bankbeamte in Form eines externen Dienstleisters sicher gern das Per­sonal-Banking für seine Kunden übernehmen ...

Das ebenfalls aus dem Jahr 1965 stammende Anwesenheitsmeldesystem dürfte jedoch vergeblich auf seinen Wiedereinsatz warten, denn wer leistet sich heute noch eine Telefonistin? Eine Idee wäre allerdings der großflächige Einsatz auf den Messeständen der nächsten CeBIT – denn haben Sie mal versucht herauszubekommen, ob Ihr Ansprechpartner am Stand ist ...?

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 4/2011

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