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Eröffnung des Akropolis-Museum

Akropolismuseum in Athen von Bernhard Tschumi
Foto: Bernhard Tschumi Architects
Akropolismuseum in Athen von Bernhard Tschumi
Foto: Akropolismuseum Athen

Nach Elfjähriger Planungs- und Realisierungsphase wird das Akropoils-Museum in Athen am 20. Juni 2009 endlich eröffnet. Der Eröffnungstermin des nach Plänen von Architekt Bernhard Tschumi entstandenen Museums wurde wegen Nachbarstreitigkeiten, einem archäologischen Fund auf der Bausstelle und wegen des komplizierten Transports der Exponate mehrfach verschoben.

Doch die Probleme konnten eines nach dem anderen aus der Welt geschafft werden. Die Nachbarstreitigkeiten wurden vor Gericht geklärt und der Transport innerhalb mehrerer Wochen mit Start am 14. Oktober 2008 durchgeführt. Dem Problem der antiken Mauerreste, die unter dem Bauplatz entdeckt wurden, nahm sich der Architekt an. Er überarbeitete den Entwurf dahingehend, dass der Bau auf 94 Betonsäulen über dem antiken Ruinenfeld steht. So können die Besucher des Museums jetzt durch den gläsernen Fußboden im Erdgeschoss die freigelegten Mauern der antiken Wohnhäuser bestaunen, bevor sie in die eigentliche Ausstellung gelangen.

Flankiert von Statuen führt – in Anlehnung an den Aufstieg zur Akropolis – eine breite Rampe in die erste der insgesamt drei Etagen des Neubaus. Insgesamt haben Bernhard Tschumi und sein griechischer Partner Michael Photiadis versucht die Belichtung nur mittels Tageslicht zu bewerkstelligen. Ziel war die Skulpturen in dem Licht zu zeigen für das sie in der Antike geschaffen wurden. Das die Statuen umgebende Material ist Beton. Die Skulpturen aus attischem Marmor reflektieren das Licht, der Beton absorbiert es. Das mache, laut Tschumi, die Skulpturen gut sichtbar und sehr schön. "Die ausgestellten Skulpturen müssen im Mittelpunkt stehen. Es darf nicht sein, dass sie mit dem Gebäude in Konkurrenz stehen."

Das oberste Geschoss des 130-Millionen-Euro-Neubaus ist vollständig verglast und im Gegensatz zu den darunter liegenden Ebenen rechteckig. Das Geschoss richtet sich exakt nach dem Grundriss des Parthenon, der dank der Fassade aus Glas allgegenwärtig ist. Ausgestellt werden hier auf Augenhöhe nur die 56 Teile des Parthenon-Frieses, die nicht im Britischen Museum in London zu sehen sind.

Zur Eröffnungsfeier des 25.000 Quadratmeter umfassenden Gebäudes sind Staats- und Regierungschefs aus mindestens 20 Ländern Europas und aus an das Mittelmeer angrenzender Staaten eingeladen.

 

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