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Experimentallabor x-lab: gemeinsame Forschung von Architekten und Industrie

Im "VELUX x-lab", dem Experimentallabor des Dachfensterherstellers, wurde ein Architektenbüro als externer Partner an der Innovationsarbeit im Rahmen einer Co-Kreation beteiligt. Bei der Entwicklung eines neuen modularen Oberlicht-Systems für öffentliche und gewerbliche Gebäude forschte die Velux Gruppe gemeinsam mit dem britischen Architekturbüro Foster + Partners.

Das neue Modulare Oberlicht-System verbindet das VELUX Know-how mit der Fachkompetenz von Foster + Partners. (Von links: Stephan Verkuijlen, Architekt bei Foster + Partners, Brent Møller, VELUX Architekt, Paul Kalkhoven, Seniorpartner bei Foster + Partners); Alle Foto: VELUX

Experimentallabor x-lab

"Ein Experiment ist mehr wert als tausend Expertenmeinungen." Diesen Grundsatz hat die Velux Gruppe von ihrem Gründer Villum Kann Rasmussen übernommen, der seinen Ideen im eigenen Designstudio freien Lauf ließ. Zwar wurden diese nicht alle umgesetzt, aber das wurde zugunsten der Kreativität bewusst in Kauf genommen. Der Geist von Kann Rasmussens Werkstatt lebt heute im x-lab weiter, in dem Innovationsarbeit parallel zum Produktentwicklungsprozess des Dachfensterherstellers geleistet wird. Während der Hauptbetrieb kontrollierten Abläufen mit relativ vorhersehbaren Ergebnissen unterliegt, wurde das x-lab geschaffen, um zu experimentieren und die kommerziell riskanteren und besonders kreativen Möglichkeiten zu erforschen. Damit eignet sich das Konzept des x-lab mit seiner avantgardistischeren Ausrichtung bestens für die Zusammenarbeit mit externen Partnern im Rahmen einer Co-Kreation.

Schöpferische Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel

Während es bei Entwicklungsprojekten meistens entweder um neue Produkte für bekannte Bereiche oder die Weiterentwicklungen bestehender Produkte geht, liegt der Entwicklung des – gemeinsam mit dem Architekturbüro Foster + Partners entwickelten – modularen Oberlicht-Systems die Vision eines neuen Produktes für ein völlig neues Segment zu Grunde: Ein Konzept für mehr Tageslicht und besseres Raumklima in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden. Um diese Idee mit einem leistungsstarken, zukunftsweisenden Design zu verwirklichen, wandte sich Velux bereits im Jahr 2007 an das renommierte Architekturbüro Foster + Partners.

Das Oberlicht-System wurde speziell für den Einsatz in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden wie beispielsweise Kindergärten, Krankenhäuser, Einkaufszentren und Bürogebäude entwickelt. Foto: VELUX / Foster + Partners

Anfangs glich die Partnerschaft einem experimentellen Bündnis, doch zugleich erarbeiteten die beiden Partner bereits frühzeitig eine Reihe konkreter und nachvollziehbarer Prinzipien für das neue Produkt: Gemeinsames Ziel war die Entwicklung eines Oberlicht-Konzepts, dass die Vorzüge vorgefertigter, bezahlbarer und einfach zu montierender Module mit dezentem und elegantem Design verbindet. Eine Gruppe bestehend aus vier bis fünf Mitarbeitern von Foster + Partners und drei der Velux Gruppe bildete das Kernteam des Projekts. Das Team aus Architekten und Produktentwicklern arbeitete sehr eng zusammen und erlebte die Synergieeffekte, die sich aus diesem Konzept ergeben.

"Der Nutzen aus der Zusammenarbeit ist enorm. Die Probleme, die sich uns allen auf der Welt stellen, können nicht von Einzelpersonen und nicht einmal von einzelnen Fachbereichen wie der Architektur gelöst werden. Das Bündeln von Know-how und Bauteilen, wie wir es mit Velux getan haben, ist ein sehr erfolgreiches Konzept für zukünftige Designprojekte, da wir viel mehr mit viel weniger Aufwand erreichen können", sagt David Nelson, Senior Partner und Head of Design bei Foster + Partners.

Die Velux Gruppe kann bereits auf einige erfolgreiche Kooperationen mit externen Designern wie Karim Rashid, Jacob Jensen und Ross Lovegrove für spezifische Projekte zurückblicken. Bei der Entwicklung des "VELUX Modularen Oberlicht-Systems" wurde die Zusammenarbeit jedoch zum ersten Mal auf den weitreichenden Innovationsprozess der Co-Kreation ausgeweitet.

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