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Faltbares Dach für Festungsarena Kufstein

Sefar, Sefar Architecture Tenara, Gewebe, Dach, Festungsarena Kufstein
Foto: Top City / pro.media

In der Festungsarena Kufstein, die in direkter Nachbarschaft zur eindrucksvollen Festung liegt, finden Konzerte, Ausstellungen und Events aller Art statt. Veranstaltungen unter freiem Himmel bergen wettertechnisch immer ein gewisses Risiko – vor allem in den österreichischen Alpen. Eine Überdachung für die historische Festungsarena Kufstein war also unumgänglich. Das Dach sollte das Open-Air-Feeling der Arena jedoch nicht beeinträchtigen. Kugel + Rein, Architekten und Ingenieure aus Stuttgart, entschieden sich daher für den Einsatz des »Sefar Architecture Tenara Gewebes«.

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Das Arena-Dach wurde als kreisförmige »Blume« konzipiert, die sich vom Zentrum des Areals her aufspannen lässt und über die Veranstaltungsfläche legt. Insgesamt wurden mehr als 2?000 m2 lichtdurchlässige, weiße Membrane verbaut, die – neben dem erforderlichen Witterungsschutz – auch eine Reihe veranstaltungstechnischer Zusatznutzen bietet. Das Sefar Architecture Tenara Gewebe fungiert dabei insbesondere als hochfunktionelle Akustikdecke, was speziell bei Konzertveranstaltungen ein wichtiger Faktor ist. Das Gewebe sorgt für einen harmonischen Ausgleich zwischen Klangkörper und Freiluft. Darüber hinaus wird das Dach als zusätzliche Projektionsfläche für außergewöhnliche Lichteffekte genutzt. Das Tragwerk des Membrandachs der Festungs­arena gleicht einem liegenden Speichenrad mit rund 52 m Durchmesser, bestehend aus 15 gleichen Dreiecks-Segmenten. Das Speichenrad ist ein effizientes, in sich geschlossenes, hoch vorgespanntes Tragesystem, das in der Praxis mit überraschend kurzen Bereitstellungszeiten punktet. In nur vier Minuten lässt sich das Dach elektrisch öffnen oder schließen, wobei, bis auf die einwirkenden Windkräfte, nur Vertikalkräfte in den Baugrund eingeleitet werden müssen.

Dank der 40%-igen Lichttransmission und der rundum offenen Bauweise erhält das Sefar Architecture Tenara Gewebe das authentische Freiluft-Feeling in der Arena. Extremer Sonnenschein, Regen oder überraschende Witterungswechsel stellen im Laufe einer Veranstaltung also kein Problem mehr dar.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
GREEN 12/2011

Architektur und Landschaft

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