You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Farbliche Inspirationen nach Le-Corbusier für ehrwürdiges Hotel in Bad Gastein

Innenraumfarben »poLyChro-intérieur«
Alle Fotos: Hersteller

Als Evelyn und Ike Ikrath, sie Hotelmanagerin und leidenschaftliche Gastgeberin, er Architekt, das »Miramonte« 2008 in Bad Gastein erwarben, wollten sie ganz bewusst seinen spröden 60er Jahre Charme erhalten: die Fußböden wurden aufgearbeitet, Holzeinbauten restauriert, Sessel aufgepolstert und neu bezogen. Dazu gesellten sich Designklassiker und Einzelstücke, die speziell für das Hotel entworfen wurden. Es ist dieser Mix aus Alt und Neu und der großzügige Einsatz von Farbe, der dem Haus seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.

Innenraumfarben »poLyChro-intérieur«

Aktuelles Projekt ist die farbkünstlerische Weiterentwicklung des Hauses mit der »Polychromie architecturale« von Le Corbusier und den Innenraumfarben »poLyChro-intérieur« von Keimfarben GmbH. Dabei entwickelte Le Corbusier eine architekturbezogene und zeitlose Farbpalette. Sie umfasst insgesamt 63 Farben in zwei Reihen: die erste, bestehend aus 43 Farben in zwölf Stimmungen mit so poetischen Bezeichnungen wie Raum, Himmel, Samt und Sand. Die zweite umfasst 20 tiefe, dynamische Farbtöne mit leuchtenden Buntnuancen, erdigen, kraftvollen Farbwerten und sattem Schwarz.

Innenraumfarben »poLyChro-intérieur«

Die Poesie und das künstlerische Selbstverständnis der Le-Corbusier-Farben spiegeln sich in den neugestalteten Räumen des Hotel Miramonte wider. Das ist auch das Verdienst des Farbgestalters und Farbkünstlers Ernst Muthwill aus Hallein, der mit der Farbkonzeption beauftragt wurde. Er begleitet die Projekte von Evelyn und Ike Ikrath schon viele Jahre. Mit intuitiver Sicherheit wählte Muthwill anhand der poLyChro®-Farbkarte zarte, intensive und manchmal verwegene Farbkompositionen, denn er ist wie Le Corbusier davon überzeugt, dass alle Farbtöne der Polychromie harmonisch miteinander kombinierbar sind. Durch Vorschläge und Einwände aus dem Farbteam wurde die Gestaltung weiterentwickelt oder verändert, so lange, bis alle Beteiligten mit allen vorgeschlagenen Farben einverstanden waren. Das Ergebnis ist beeindruckend. Die Blautöne im Eingang »bleu outremer foncé«, »bleu outremer 59« und »céruléen vif« wirken einladend, der Speisesaal lockt mit warmem Orange »orange vif« und Rosa »rose vif«, aufgefrischt und stabilisiert durch zarte oder leuchtende Blau-Nuancen »céruléen pâle«, »céruléen moyen« und »bleu outremer 59«. In der Bar besticht ein Dreiklang aus Rot »rouge vermillon 31«, Ocker »ocre jaune claire« und Rosa »rose pâle«, der umso stimmungsvoller wirkt, je dunkler es wird. Warmes Grau »ombre naturelle 59« erdet die Komposition aus zartem Rosa, leuchtendem Rot und kräftigem Gelbgrün des Coworking Space und leitet über zum frischen Blaugrau des Yoga-Raums.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2015

Material und Oberfläche

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.