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Fassade aus GFK: Fraunhofer-Institut in Ilmenau

Ziel des Entwurfs war es, für das Fraunhofer-Institut und dessen inhaltliche Thematik eine formale Entsprechung zu finden, die einprägsam den innovativen Charakter der dort stattfindenden Forschung nach außen dokumentiert. Ähnlich den heutigen Mediengeräten, bei denen ein komplexes Inneres mit einer formal abstrahierenden Hülle verkleidet ist, wird hier eine den funktionalen Anforderungen des Gebäudes geschuldete innere Organisation von einer abstrakten transluzenten Hülle bekleidet.

Architekten: Staab Architekten, Berlin

Frauenhofer Institut, Staab Architekten, Werner Huthmacher
Foto: Werner Huthmacher, Berlin

Die je nach Lichteinfall unterschiedlich farbig schimmernden, transluzenten Fassadenelemente bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), der schwach bräunlich eingefärbt wurde. Bei der Materialwahl spielten mehrere Faktoren eine Rolle: Zum einen ließ sich mit GFK die gewünschte Lichtdurchlässigkeit erreichen, zum anderen ist es – z.B. im Vergleich zu Glas – relativ kostengünstig, was dem knappen Budget entgegenkam. Nicht zuletzt zeichnet sich der Baustoff durch Dauerhaftigkeit und eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht aus.

Vertikalschnitt, Fassade, Staab Architekten
Frauenhofer Institut, Staab Architekten, Werner Huthmacher
Foto: Werner Huthmacher, Berlin

1LZ extensives Gründach/
Kies im Randbereich
Trennvlies diffusionsoffen
Wärmedämmung XPS 200 mm
Abdichtung Bitumenbahn
Voranstrich bituminös
Leichtbeton im Gefälle 40–200 mm
Stahlbetondecke 220 mm mit
Betonkernaktivierung
Spachtelung 5 mm
2LZ Sonnenschutz mit Lichtlenklamellen 80 mm
3 Glasscheibe ESG 5 mm
4 Aluminiumprofil stranggepresst als
umlaufender Rahmen 5 Fensterrahmen Aluminium eloxiert,
Isolierverglasung Ug = 1,1 W/m2K,
Float 6 mm + SZR 16 mm + Float 6 mm
6LZ Verkleidung GFK-Platte 5 mm
Hinterlüftung 40 mm,
Gewebespachtelung
Wärmedämmung Mineralwolle 120 mm
Stahlbeton 200 mm bzw. 250 mm im
Bereiche der Treppenhäuser
Innenputz 15 mm
7LZ Fluchttür Aluminium mit Glasausschnitt
8LZ zementgebundener Fließestrich 5 mm
Zementestrich 65 mm
PE-Folie
Trittschalldämmung 30 mm
Ausgleichsdämmung EPS 35 mm
Dampfsperre
Bodenplatte Stahlbeton 250 mm
LZ Unterkonstruktion Stahlwinkel mit Aussteifung
10 Einhängekonstruktion Aluminium eloxiert
11 Aluminiumtragrahmen eloxiert
12 Aluminumwinkel eloxiert

Frauenhofer-Institut, Staab architekten, Werner Huthmacher
Foto: Werner Huthmacher, Berlin
Detailschnitt, Fassade, Staab Architekten

Ein wesentliches Augenmerk liegt auf der Detaillierung der Fenster. Um zu den ohnehin schon hohen inneren Wärmelasten nicht noch zusätzliche Wärme von außen in das Gebäude gelangen zu lassen, sind die Büro- und Laborfenster als eine Art Kastenfester ausgebildet: Innen liegen die eigentlichen Fenster, davor ein Sonnenschutz aus verstellbaren Lamellen und – weil dieser windanfällig ist – außen eine Glasscheibe, flächenbündig mit den GFK-Elementen. Damit die Räume natürlich belüftet werden können, nehmen die Gläser nicht die gesamte Fensterhöhe ein; die Öffnungen oberhalb und unterhalb der Scheibe sorgen für einen ausreichenden Luftwechsel.

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