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Faszinierende Blicke auf das historische und moderne Athen

Nach jahrzehntelanger Planungs- und Bauzeit wurde das neue Akropolis-Museum von Bernard Tschumi und seinem griechischen Partner-Architekt Michael Photiadis im Sommer 2009 endlich eröffnet. Mit seiner exponierten Lage, nur 300 m südöstlich des Parthenons gelegen, ist der neue Museumsbau weit mehr als eine architektonische Hülle für die einzigartige Sammlung rund um das antike Leben auf der Akropolis.

Gegliedert in drei Hauptbereiche folgt der Museumsneubau den klaren Vorgaben des Ausstellungsprogramms. Der Sockel »schwebt« auf 94 Betonsäulen über einem antiken Ausgrabungsfeld. Durch einen gläsernen Fußboden können die Besucher die freigelegten Mauern der antiken Wohnhäuser bestaunen, bevor sie über eine spektakuläre, säulenflankierte Rampe – die an den Aufstieg zur Akropolis erinnern soll – in die eigentlichen Ausstellungsbereiche gelangen. Das oberste Geschoss ist der Präsentation des Parthenon-Frieses vorbehalten, wobei die Reliefe um einen Innenhof gruppiert und analog der historischen Ausrichtung angeordnet sind.

Wesentliches Motiv für die Präsentation der antiken Funde ist das Tageslicht. Die Idee der Architekten war, die Skulpturen im gleichen Licht zu zeigen, für das sie ursprünglich geschaffen worden waren. Besonders reizvoll ist dabei auch der natürliche Wechsel der Beleuchtung im Tagesverlauf. Das Licht fällt demnach durch großzügige Sonnenschutzverglasungen in die Ausstellungsräume. Gleichzeitig eröffnen sich dem Besucher durch die Scheiben faszinierende Blicke auf die Akropolis und das moderne Athen. Für kleinere Verschnaufpausen stehen ein Restaurant mit einer überdachten Terrasse und eine Cafeteria in der Eingangszone zur Verfügung.

Stua, Akropolis, Museum, Athen, Außenanlagen
Foto: Nacho Lopez

Die Möblierung dafür sowie für den VIP-Bereich und den Multimediaraum kommt von dem spanischen Unternehmen Stua. Eingesetzt wurden die so genannten »Gas«-Stühle und die Tische »Zero« in unterschiedlichen Ausführungen. Der Name des stapelbaren Stuhls steht für seine Leichtigkeit – der Rahmen besteht aus poliertem und verchromten Aluminium, das matt oder glänzend ausgeführt sein kann. Sitz und Rücken sind in verschiedenen Materialien verfügbar – in Netz, Polypropylen oder auch gepolstert. Für die Cafeteria im Outdoor-Bereich wählte man eine Ausführung in weißem Polypropylen. Dazu passend wurden quadratische Zero-Tische ebenfalls mit weißen Tischplatten ausgesucht.

Foto: Nacho Lopez
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2010

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