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Feuerverzinkter Kubus für Schule in Bochum

Institut Feuerverzinken, Stahlblech, Fassadentafeln, Werner-von-Siemens-Schule, Bochum
Foto: Reiner Grünewald, D-Velbert

Die Werner-von-Siemens-Schule in Bochum hat den Anspruch, »mehr als nur Schule« zu sein. Sie bietet ihren Schülern über den eigentlichen Unterricht hinaus die Möglichkeit zur Teilnahme an verschiedenen Lernwerkstätten. Zum Angebot der Hauptschule gehört auch eine Ganztagsbetreuung.

Um die umfassende Betreuung besser gewährleisten zu können, wurden die Bestandsgebäude durch einen Neubau ergänzt. Das neue Gebäude knüpft an die Architektur der umgebenden Bauten aus den 1970er Jahren an und übersetzt diese in einer zeitgemäßen Weise. Entworfen und realisiert wurde der Neubau von den Bochumer Architekten Reiser und Partner im Auftrag des Schulverwaltungsamts der Stadt Bochum. Das Schulhaus ist als frei stehender Kubus im östlichen Zugangsbereich des Areals konzipiert.

Das Haus beherbergt die Funktionen der Ganztagseinrichtung. Im Erdgeschoss befindet sich der Mensabereich, im Obergeschoss sind vier Klassenräume paarweise um einen zentral gelegenen Spielflur organisiert. Der Hauptzugang erfolgt vom Schulhof in das Erdgeschoss des Bauwerkes. Über ein Foyer gelangt man in der gleichen Ebene in die Mensa oder über eine einläufige Treppe zu den Klassenräumen. Der Speiseraum ist für ca. 100 Personen aus-
gelegt. Er öffnet sich in Richtung Westen mit einer großzügigen Verglasung zum Schulhof.

Der zweigeschossige Baukörper ist mit großformatigen Tafeln aus feuerverzinkten Stahlblechen bekleidet und als hinterlüftete Fassade realisiert. Neben den Fassadentafeln wurde auch die Unterkonstruktion der Fassade in feuerverzinktem Stahl ausgeführt. Durch die Feuerverzinkung erhält die Fassade einen dauerhaften und robusten Korrosionsschutz und eine einzigartige metallische Anmutung. Die feuerverzinkten Fassadentafeln sind auch eine Alternative zu Zinkblechfassaden, da sie aus großflächigeren Elementen bestehen und glattere Fassaden mit lebhafter wirkenden Oberflächen schaffen.

Feuerverzinkte Fassadenkonstruktionen sind seit Juni 2010 in DIN 18516-1 »Außenwandbekleidungen, hinterlüftet – Teil 1: Anforderungen, Prüfgrundsätze« für die Tragkonstruktion, die Fassadenbekleidung und auch für Verbindungselemente geregelt, sodass eine baurechtliche Zustimmung im Einzelfall nicht mehr notwendig ist.

Die Fassade der Werner-von-Siemens-Schule besteht aus 3 mm starken Blechen. Die überwiegend verwendeten Standardtafeln haben ein Maß von 151 x 270 cm und wurden mit einer sichtbaren Verschraubung angebracht. Die Unterkonstruktionselemente bestehen standardmäßig aus zwei Winkeln, die zu einem Z verbunden wurden und die Verbindung zwischen den Tafeln und der Wand herstellen. Im Bereich der WC- und Speiseraumfenster wurden feuerverzinkte Gitterroste eingesetzt, die bündig mit den feuerverzinkten Fassadentafeln abschließen.

Die kühle Außenwirkung des kantigen, feuerverzinkten Kubus steht im Kontrast zu dem farbigen Interieur des Gebäudes. Die mit einem Zink-Kristall-Muster überzogene Gebäudehülle hebt sich zudem deutlich von den Oberflächen der benachbarten Bestandsgebäude ab. Im Lauf der Zeit wird die silbrig glänzende Beschichtung matter werden und dem Gebäude eine würdevolle Patina verleihen. Weitere Informationen: Institut Feuerverzinken GmbH

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 6/2011

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