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Buttler Architekten, Schaudepot Kunsthalle Rostock

Flirrende Ornamentik: Schaudepot Kunsthalle Rostock

Schon seit dem Bau der Kunsthalle Rostock im Jahr 1969 sollte der Ausstellungsbau um ein Depot ergänzt werden. Nach 50 Jahren gelang nun die Planung und Realisierung – rechtzeitig, um die gefüllten Lagerflächen zu entlasten. Buttler Architekten übernahmen die Planung und kooperierten bei Ausschreibung und Bauüberwachung mit dem Büro Matrix Architektur.

Zwischen den beiden Baukörpern besteht in vielerlei Hinsicht ein Dialog. Die Formensprache ist in beiden Fällen minimalistisch und auf wenige Materialien reduziert. Während die Kunsthalle gestalterisch auf Klinker und Kunststeinelemente setzt, ist der Neubau von einer gläsernen Doppelfassade umhüllt, bedruckt mit einer modernen Interpretation des Altbaus. Bei der Bestimmung der Siebdruckstruktur reduzierten Buttler Architekten das Relief der Kunsthalle schrittweise und übersetzten es als Punktschraffur.

Zweck des Schaudepots ist zum einen die Erweiterung der Lagerflächen. Daher ist der Innenraum möglichst stützenfrei organisiert, um eine hohe Flexibilität zu ermöglichen. Die Gebäudetechnik gewährleistet einen hohen Grad an Sicherheit und ein regulierbares Raumklima. Auch empfindliche Kunstwerke, die eine Lagerung unter bestimmten Lichtbedingungen erfordern, haben ihre speziell zugeschnittenen Räume.

Außerdem beinhaltet der Neubau Ausstellungsflächen: Das bedeutet, dass das Gebäude mit starken Klimaschwankungen umgehen muss, was wiederum die Lagerungsbedingungen beeinflusst. Daher simulierte im Vorfeld ein Klimamodell die notwendigen Werte, um eine passende technische Lösung zu finden. Die Erkenntnisse resultierten in einer begrenzten Besucherzahl: Es dürfen täglich nur zwei Gruppen mit höchstens zehn Personen die Räumlichkeiten besuchen. Zur Kontrolle dienen optische und akustische Warnsignalanlagen, die ein Erreichen der klimatischen Grenzwerte sofort melden.

Die gut gedämmte Gebäudehülle schützt vor unerwünschten Außeneinflüssen wie Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. In den Innenwänden sind Wandheizungen und Kühlungssysteme integriert, die die Räume gleichmäßig temperieren.

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