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DZNE, wulf architekten, Foto: Steffen Vogt für wulf architekten

Forschungsrahmen: DZNE von wulf architekten in Bonn

Anstelle eines starren, konventionellen Gebäudekomplexes entwerfen wulf architekten das Labor- und Forschungszentrum als lockeres Ensemble aus drei Baukörpern. Diese sind als drei- bzw. viergeschossige Quader mit abgerundeten Ecken ausgeführt und differieren leicht in Größe und Seitenverhältnis. Durch ihre nahezu organische Form fügen sie sich harmonisch in die Umgebung ein und spannen geschützte Freibereiche auf, die zum Entspannen im Grünen einladen. Kleine gelenkartige Teile, die als Meeting-Points genutzt werden, verbinden das Trio, wobei der Zugang ausschließlich über den nördlichsten Baukörper erfolgt.

Die Ansichten prägen geschossweise angeordnete, farbige Glaslamellen. Inspiriert von den Nadeln der umgebenden Kiefern, die sich übers Jahr hinweg stets verändern und ein immer wieder neues Bild malen, sind sie in Grün, Gelb und Orange gehalten. Die Farben legen sich wie ein gradueller Code über die Fassaden und verbinden die einzelnen Volumina. Außerdem reagieren die Lamellen auf den Lauf der Sonne: Je nach Einstrahlung verändern sie ihren Winkel und verhindern störende Blendung. Lediglich das Erdgeschoss hebt sich in seiner Gestaltung ab. Es erscheint raumhoch verglast und mit grauen Paneelen. Dasselbe Grau zeichnet außerdem die einzelnen Geschosse in schmalen, umlaufenden Elementen nach.

Auch die programmatische Aufteilung folgt der architektonischen Dreiteilung. Jeder der Trakte beherbergt einen anderen Bereich. Somit sind im Hauptkomplex, über den von der nördlichen Erschließungsstraße außerdem der Zugang zum DZNE erfolgt, sämtliche administrative Funktionen, Foyer, Cafeteria, Bibliothek, der klinische Forschungsbereich sowie ein Hörsaal untergebracht. Der flächenmäßig größte Baukörper, widmet sich mit Laboren und Büros ganz der Forschung. Den Abschluss bildet das präklinische Institut.

Die Grundrisse sind kompakt konzipiert und garantieren über Atrien und Oberlichter lichtdurchflutete Innenräume. In Kombination mit weißen Wandflächen und unterschiedlichen Bodenbelägen schaffen sie im gesamten Bau ein freundliches, helles Ambiente. Dies wird verstärkt durch die Sichtbezüge nach draußen in die Natur.

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