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Gebäudetechnik: Prunkvolle Villa mit modernem, zeitgemäßem Inneren

Die Villa des „Königlichen Baurats Wilhelm Walther“ aus dem Jahr 1897 mit ihren detaillierten Stuckelementen beherbergt im Inneren herrschaftliche Räume mit über 4 m hohen Decken, großen Fenstern und Kassettentüren. Sie gehört zu einem Ensemble von drei Villen in dieser Straße und wurde unlängst saniert. Die Fassade wurde komplett überarbeitet und die Stuckornamente re­pariert. In den Seitenturm, der früher den Dienstbotenaufgang beherbergte, wurde ein moderner Aufzug eingebaut. Der ursprüng­liche Kellereingang befand sich auch im Turm, daher wurde an der Rückseite des Gebäudes Erde abgetragen und ein neuer Zugang direkt ins Kellergeschoss geschaffen.

In den 1960er Jahren war der Balkon im Dachgeschoss zudem verglast und als Loggia genutzt worden – diese Verglasung wurde jetzt rückgebaut und die Außenansicht erscheint heute wieder so, wie sie vor knapp 120 Jahren war. Der Dachboden wurde ausgebaut, gedämmt und mit Flächenfenstern versehen. Der Grundriss der früheren Wohnung wurde deutlich verändert, die vielen kleinen Räume bis in die Dachschrägen geöffnet und teilweise zusammengelegt. Eichenparkett in klassischer Fischgrät-Verlegung und eine Fußbodenheizung darunter sorgt für ästhetischen Komfort.

Auch die Grünflächen, die Zuwege und der Zaun wurden erneuert. Der Bauherr wünschte sich für das Objekt eine ganzheitlich, vernetzte Elektronik. Basis dieser Gebäudetechnik ist ein »KNX Bussystem«, welches alle Elemente miteinander verknüpft: Schalter, Fensterkontakte, Heizung, Türkommunikation, Verschattung und die Rauchmelder sind darin eingebunden. Die intelligente Steuerzentrale dahinter ist ein »Gira HomeServer«. Bedient wird alles über ein großes Touchpanel, den »Gira Control 19 Client«, im Eingangsbereich oder mit der Gira HomeServer App übers Tablet oder Smartphone. Auch von unterwegs aus lassen sich so die Raumtemperatur erhöhen oder bei Regen die Dachfenster schließen.

Auf Tastsensoren an der Wand werden individuelle Beleuchtungsszenen abgerufen, die auch als Anwesenheitssimulation über einen Zeitraum von zwei Wochen aufgezeichnet und später wieder abgespielt werden können. Dank einer Türkommunikation können die Bewohner sehen, wer an der Tür klingelt. Wird diese geöffnet, geht ­automatisch auch die Fahrstuhltür auf und der Besucher kann nach oben fahren, andernfalls lässt sich dieser nur mit einem Schlüssel öffnen.

Weitere Informationen: Gira – Giersiepen GmbH, Radevormwald

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 4/2016
Bauen mit Beton

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