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Gebogene Scheiben im XXL-Format

Für die in der Essener Innenstadt aufgestellte Nelson Mandela Skulptur von Jems Robert Koko Bi fertigte die Glasid AG einen gläsernen Schutz. Das Bemerkenswerte: Das für seine Biegekompetenz bekannte Unternehmen produzierte gebogene Gläser im Riesenformat und baute eine Structural-Glazing Konstruktion, die das Kunstwerk filigran umhüllt und viele Innenstadt-Besucher anlockt.

"Schmerz der Freiheit" lautet die Überschrift einer Ausstellung mit Werken von Jems Robert Koko Bi, die im Rahmen von Ruhr 2010 in der Marktkirche in Essen gezeigt wird. Zentraler Blickfang der Ausstellung ist ein 3,70 Meter hoher Portraitkopf von Nelson Mandela, der vor dem Gotteshaus steht. Aus 2.700 Holzklötzen "pieces of lives's history", hat der afrikanische Bildhauer Jems Robert Koko Bi den Portraitkopf von Nelson Mandela zusammengesetzt und geformt. Aus Sicht des Künstlers steht Nelson Mandela stellvertretend für viele bekannte und auch weniger bekannte Freiheitskämpfer, die den Kampf gegen Apartheid und Unterdrückung führten und den "Schmerz der Freiheit" in besonderer Weise erlebten. "Meine Kunst zeigt, was ich sehe und fühle. Meine Geschichte und meine Herkunft bleiben untrennbar miteinander verbunden", so kommentiert Koko Bi seine Arbeit.

Gebogene Leichtigkeit: Die gläserne Ummantelung für Koko Bi`s Skulptur erfüllt zwei Funktionen: sie schützt das Kunstwerk vor Beschädigungen und dient gleichzeitig als Informationsquelle. Ein auf das Glas aufgebrachter Text informiert den interessierten Besucher über die Arbeit von Koko Bi. Die transparente Glaskonstruktion erzeugt hier mit ihrer Leichtigkeit einen bewusst konträren Gegensatz zur kompakt erscheinenden Skulptur.

Die produzierten Glasmaße sind wirklich beeindruckend und europaweit einmalig: die Glasid AG fertigte gebogene Scheiben in 2,40m x 5,00m Größe. Das Verbundsicherheitsglas in einer Stärke von 16mm besteht aus zweimal Einscheibensicherheitsglas 8mm und einer 1,52mm starken PVB Folie. Der Biegeradius der verbauten Scheiben beträgt bis zu 2500mm. Die Aufnahme der Scheiben erfolgte in einem Edelstahlschuh in Verbindung mit einer Structural-Glazing Verklebung. Die Deckelscheibe ist mit Klemmverbindern an die senkrechten Scheiben befestigt. Interessierte Besucher können die Skulptur und die Glaskonstruktion noch bis zum 19. September sehen.

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