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Espoo, Finnland, U-Bahn Station

Geometrisch gefaltet: U-Bahn-Station in Espoo

Die Realisierung der U-Bahn-Verlängerung zog sich jedoch aus politischen und wirtschaftlichen Gründen hin, denn das erste Teilstück unterquert die Ostsee und erforderte entsprechend hohe Investitionen. Schließlich einigte man sich darauf, die neuen Stationen mit nur 90 m Bahnsteiglänge zu errichten – statt der bisherigen 135 m – und kürzere Züge in einem dichteren Takt fahren zu lassen. Ende 2017 gingen die ersten acht Stationen in Betrieb, weitere fünf befinden sich im Bau.

Die neue Station Aalto-Universität liegt nur elf Minuten Fahrzeit von Helsinkis Zentrum entfernt und erschließt den weitläufigen Universitätscampus im Stadtteil Otaniemi, den Alvar Aalto in den 1950er-Jahren entworfen hat und der seitdem immer wieder durch Neubauten ergänzt wurde. Die U-Bahn erreicht man durch zwei Eingangspavillons, die sich geschickt in die bestehende Bebauung einfügen. Der Haupteingang geht nahtlos in einen Gebäudekomplex der Hochschule über. Der Nebeneingang erschließt den Bahnsteig von der anderen Seite und ist an ein bestehendes Forschungsgebäude angebaut; an einer dritten Stelle befindet sich das Fluchttreppenhaus.

Außen wie innen bedienen sich die Architekten einer schlichten Materialpalette aus Glas, Sichtbeton, Granit und korrodiertem Kupfer. Entwurfsbestimmendes Element ist die Decke aus gelochten Cortenstahlplatten, die die ober- und unterirdischen Bereiche miteinander verbindet: In Dreiecke gegliedert, faltet sie sich von den Eingangsbereichen über die Rolltreppen bis nach unten auf den Bahnsteig. Ein großes pyramidenförmiges Oberlicht am Haupteingang lenkt Tageslicht in die U-Bahn-Station.

In Ergänzung zu der Veröffentlichung in DETAIL 3/2020 finden Sie an dieser Stelle ein Video und weitere Fotos.

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Weitere Informationen:

Lichtplanung: VALOA design
Cortenstahldecke: Forssan Sisärakenne
Fassaden, Oberlichter: Metek

 

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 3/2020 mit dem Themenschwerpunkt »Mobilität«.
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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 3/2020
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