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Geschenk von Coop Himmelb(l)au

Entwurf von Wolf D. Prix für die evangelische Kirche in Hainburg
Entwurf von Wolf D. Prix für die evangelische Kirche in Hainburg im Modell

Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au schenkt der evangelischen Kirche seiner Heimatstadt Hainburg einen Entwurf für die neue Dr. Martin Luther Kirche. Der Kirchenbau soll auf dem Grundstück einer nicht mehr existierenden Kirche im Zentrum der Österreichischen Stadt bis 2011 entstehen.

Der Entwurf der evangelischen Kirche mit Gottesdienstraum, Gemeindesaal sowie weiteren Nutzräumen ist formal einerseits an die Höhenentwicklung der unmittelbaren Umgebung angelehnt. Andererseits bringt die eigenwillige Geometrie eine Symbolik ins Spiel, wie beim Gottesdienstraum, dessen Form sich von einem riesigen Tisch herleitet. Drei große Oberlichter sind in die Dachkonstruktion eingebaut, die auf den vier Stahlbetonsäulen, den Beinen des „Tisches“, ruht.

Wolf D. Prix sagte, er habe beim Entwerfen des Kirchendachs besonderes Augenmerk auf die atmosphärische Beleuchtung des Innenraums gelegt.

Sehr offen wirkt die Kirche auf der Seite der Hauptstraße. Dort lädt ihre gefaltete, vor- und zurückspringende Glasfassade den Besucher in den hohen Gottesdienstraum ein. Seine Intimität gegenüber der Strasse wahrt er dennoch, durch eine symbolische Wand aus Holz, die frei unmittelbar hinter der Glasfassade steht. Ein erleuchtetes Kreuz, als lichtdurchlässige Aussparung in dieser Wand, projiziert die einfache Botschaft der Kirche in den Stadtraum.

An den Gottesdienstraum schließt die von Tageslicht durchflutete, glasgedeckte Kinderzone sowie zum Taufraum an. Dahinter liegt der Gemeindesaal. Die beiden Haupträume können zu einem Raum verbunden werden, indem die über die gesamte Breite reichenden Falttüren geöffnet werden.

Ein dritter Bauteil, ein lang gestreckter Riegel an einer kleineren Nebenstrasse, flankiert die beiden Haupträume und beinhaltet das Büro des Pastors, die Sakristei, eine kleine Küche und andere Nebenräume. Eine behindertengerechte Rampe führt zwischen den drei Bauteilen in den höher gelegenen Gemeindegarten.

Die zarte Skulptur des Glockenturms auf dem Vorplatz bildet das vierte Element des Gebäudeensembles.

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