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Comoco Arquitectos, Besucherzentrum in Pombal, FG+SG Fotografia de Arquitectura

Geschmiegt an mächtige Mauern: Besucherzentrum in Pombal

Als die Architekten den Auftrag für das neue Besucherzentrum des Castelo de Pombal, einer mittelalterlichen Burg in der portugiesischen Kleinstadt, erhielten, waren sie mit dem Bauplatz bestens vertraut: Sie sind bereits seit 2010 mit der Neuorganisation des gesamten Hügels beschäftigt. Um die Touristenattraktion wieder zu beleben und auch bei den Einheimischen das Kulturerbe stärker in den Fokus zu rücken, entstanden neue Verbindungen zwischen dem Ort am Fuß des Hügels, der Burgruine, die weithin sichtbar über der Stadt thront, sowie den umliegenden Grünflächen.

Neu angelegte Wege, Rampen und Treppen führen die Besucher vorbei an einer neu errichteten Cafetéria zum restaurierten Eingang der Ruine. Die weitaus größte Herausforderung stellte jedoch die Integration des Besucherzentrums innerhalb des Burghofs dar. Den kompakten und vollständig mit Kalksandsteinplatten verkleideten Stahlbau platzierten die Architekten mit Fingerspitzengefühl direkt an der historischen Außenmauer. Das Raumprogramm ist auf ein Minimum reduziert und beinhaltet lediglich einen Empfangsbereich, einen Ausstellungsraum und ein Lager. Die Höhe der Aussichtsplattform, die die gesamte Dachfläche einnimmt, ist so gewählt, dass sie den Besuchern durch ein spätgotisches Fenster einen Ausblick auf das Tal und den Fluss Arunca ermöglicht. Die Stufen auf die Dachplattform sind in den Baukörper eingeschnitten, ebenso der Eingang, den eine dezente Aussparung in der Fassade ausformt.
Das architektonische Konzept ergänzen Einbauten aus Cortenstahl auf dem gegenüberliegenden Hauptturm: Ein Ausstellungsraum sowie eine Art Schaufenster sind über eine neue Stahltreppe erreichbar.
Ein »Teppich« aus hellen Kieselsteinen und einzeln platzierte Stufen aus Kalksandstein korrespondieren mit den hellen Oberflächen des Neubaus, der wie ein glanzvolles Möbelstück inmitten der mächtigen Burgmauern Neu und Alt harmonisch in Einklang bringt.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 3/2016
Konzept: Besucher- und Gemeindezentren

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