You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Innauer-Matt Architekten, Strubobuob - Foto: Adolf Bereuter

Geschwind montiert: Gartenwerkstatt in Vorarlberg

Im neuen Geschäftshaus der Strubobuob Gartenwerkstatt kommen erstmals die Bereiche Gartenwerkstatt und Tischkultur zusammen. Der Entwurf von Innauer-Matt Architekten dient als Verkaufsraum neben dem beinahe schon historischen Bregenzerwälderhaus, in dem mit dem Flicken von Melkeimern und Gießkannen die Unternehmensgeschichte begann.

Gemeinsam mit dem vor einigen Jahren sanierten Stammhaus bildet der offenkundige Neubau einen Vorplatz, der in Richtung Garten weist. Auffallend neu ist das Gebäude dabei nicht etwa wegen seiner Form, denn die nimmt deutlich Anleihen bei den Nachbarn. Es ist vielmehr die helle Holzlattung an der Fassade, die wie eine transparente und leichtere Version der Holzverkleidungen in der Region wirkt. Außerdem zeugen große Glasflächen und das mit Eternit gedeckte Dach vom zeitlichen Abstand zwischen dem Bau des Geschäftshauses und dem der umgebenden Häuser.

Zwei Seitengiebel führen zu einem kreuzförmigen Grundriss, durch den der entlang der Straße orientierte Hauptraum gegliedert wird. Unter dem rückwärtigen Giebel findet der Treppenraum Platz, wohingegen der vordere als Schaufenster zum Gehweg fungiert.

Beim Betreten des Hauses wird sofort das besondere Zusammenspiel der Materialien deutlich. Während die Füße auf einer soliden Bodenplatte aus geschliffenem Beton gehen, ist an Wänden und Decken die Massivholzkonstruktion des Hauses abzulesen. Mit bewusst einfachen, handwerklichen Details sind die Holzbalken gefügt und dazwischen füllt sägerohes Nadelholz die Flächen. Das dazugehörige Mobiliar wie der eingebaute Tresen, Schränke und auch der Treppenraum sind in schwarzem Stahl ausgeführt.

Das Obergeschoss setzt im wahrsten Sinne noch einen oben drauf: In einem benachbarten Betrieb wurde es nahezu vollständig vorgefertigt, sodass es in einem Stück auf das Untergeschoss montiert werden konnte. Gerade an der Stelle, wo im Obergeschoss die Dachsparren die Seitengiebel rahmen und die Deckenbalken zwischen den Bodendielen aus Esche sichtbar weitergeführt werden, wird die Feinheit des Entwurfes deutlich spürbar.

Der größte Teil der ausführenden Firmen ist ebenso wie die Architekten ansässig in Bezau. Umso beachtlicher, da die Gemeinde insgesamt nur über etwa 2000 Einwohner verfügt.

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 9/2018
DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.