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Geschwungene Glasfassade für »The Sixty« in London

Geschwungene Glasfassade bei "The Sixty"
Alle Fotos: Edmund Sumner/Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH

In Londons aufstrebendem Stadtteil Holborn wurde mit »The Sixty« ein Gebäude entworfen, das durch seine geschwungene Glasfassade auffällt.

Holborn blickt auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück, deren Charakter an einer bunten Mischung von Architekturstilen ablesbar ist. Imposante viktorianische Prunkbauten wechseln sich ab mit eher zweckmäßigen Gebäuden aus den Nachkriegsdekaden und gläsernen Bürotürmen. An diese Mischung anknüpfend, entstand nach Plänen des internationalen Architekturbüros Kohn Pedersen Fox Associates (KPF) an einer der Hauptachsen des Bezirks das Büro- und Shoppinggebäude 60 Holborn Viaduct, besser bekannt unter der Bezeichnung »The Sixty«. Der Neubau, bei dem eine Zertifizierung mit dem BREEAM »Excellent« Rating angestrebt wird, bietet auf neun Ebenen Platz für mehr als 20000 m2 energieeffiziente Büroflächen mit flexibler Raumgestaltung. Davor schafft ein sogenanntes »Gate House«, ein in traditioneller Steinarchitektur errichtetes Eckgebäude, die Verbindung zu den angrenzenden viktorianischen Strukturen.

Geschwungene Glasfassade bei "The Sixty"

Der Hauptkomplex wird von einer kurvig-geschwungenen Stahl-Glas-Fassade mit vorgesetzten Verschattungselementen umschlossen. Die vor- und zurückspringende Gebäudehülle mit ihren sanften Bögen, die zusätzlich nach oben hin stufig abtreppt, entwickelt eine elegante Dynamik. Weiterer Blickfang sind die Aluminiumlamellen, die vor der Elementfassade angebracht sind. Auf unterschiedlichen Höhen um die eigene Achse verdreht, changieren die Schwerter und lassen unterschiedliche Einblicke in den Bau zu. Durch ihre Verdrehung erzeugen sie den Eindruck steter Bewegung.Die Glasbiegerei Döring GmbH produzierte und lieferte für The Sixty rund 1000 m2 konvex und konkav gebogenes Isolierglas mit VSG für die Fassade und VSG für die Brüstungsgeländer der Dachterrasse. Die Herausforderung bestand in der Abstimmung der gebogenen Gläser mit den planen Gläsern in der von KPF Architekten geplanten Geometrie. Hinzu kamen zahlreiche ungewöhnliche Formate und unterschiedliche Sonnenschutzschichten mit verschiedenen lichttechnischen Werten. In der Planungs- und Ausschreibungsphase musste zunächst das gebogene Glas und die damit möglichen verarbeitbaren Beschichtungen gefunden werden, bevor diese Glasaufbauten auf die plane, nicht gebogene Fassade übertragen werden konnten. »So erhält man eine optisch ruhige und harmonische Fassade ohne negative farbliche Unterschied«, erklärt Michael Hering von der Glasbiegerei Döring GmbH. Weitere Informationen: Saint-Gobain Glassolutions Deutschland

 

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 10/2014

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