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Gio Ponti, Amare l'architettura, MAXXI Rom

Gio Ponti. Loving architecture - Ausstellung im MAXXI in Rom

Mit Archivmaterialien, Originalmodellen, Fotos, Büchern, Zeitschriften und Design-Klassikern lässt die Ausstellung das Werk Gio Pontis aufleben. Der Fokus liegt dabei auf seiner Architektur mit ihrer einzigartigen Synthese aus Tradition und Moderne, Geschichte und Entwicklung sowie Natur und urbanem Leben.

Gio Ponti bleibt beispiellos im Bezug auf seine Vielseitigkeit und sein Talent. „Weder klassisch noch modern, seine Architektur war einzigartig in der italienischen Geschichte des 20. Jahrhunderts", bestätigt auch Margherita Guccione, Direktorin des Museums. Vor allem fasziniert seine überraschende Vorwegnahme heute allgegenwärtiger architektonischer Fragestellungen: Das Konzept einer grünen Stadt, die die Natur wieder in den Mittelpunkt stellt, das Streben nach Vertikalität um einen möglichst geringen Gebäude-Fußabdruck zu erzeugen sowie flexible und vielseitige Wohnräume, die sich individuell an den Nutzer anpassen lassen, sind Themen, die zur Stunde präsenter sind als je zuvor.

In acht Abschnitten, je auf einen bestimmten Aspekt seiner Architektur fokussiert, sind die unterschiedlichen Projekte und Konzepte Gio Pontis zu erleben. Von seinen Forschungen zum „exakten Haus“, das sich perfekt mit dem modernen Leben übereinstimmen lässt, über die osmotische Relation zwischen Architektur und Natur bis hin zu großen stadtplanerischen Projekten und Definitionsversuchen einer vollendeten, korrekten Architektur, wird dem Besucher Pontis breites architektonisches Tätigkeitsfeld näher gebracht. In den Bereichen „Light Facades“, „Appearance of Skyscrapers“ und „The Spectacle of the Cities“ werden die zukunftsorientierten und heutzutage immer noch relevanten Konzepte des Architekten thematisiert. Ponti strebte nach Leichtigkeit und Transparenz in der Architektur und nutzte hierfür die Dematerialisierung der Fassade, wodurch sogar Betonfassaden, wie die der Concattedrale in Taranto, eine luftig leichte Wirkung bekamen. Leichtigkeit war in seinen Augen weniger eine literarische Metapher denn vielmehr eine Antwort auf die Konstruktionsfragen des 20. Jahrhunderts. Sein Designkonzept begründete sich in der Idee, Architektur entstehe nicht aus Volumen, sondern aus Ebenen – Fassaden wurden zu zweidimensionalen Oberflächen, die sich falten lassen, wie ein Blatt Papier. Seine Suche nach Vertikalität und der damit einhergehenden Reduzierung des Gebäude-Fußabdrucks resultierte in zahlreichen Entwürfen von Wolkenkratzern und auch hier erkannte Ponti schon früh, dass die Stadt auf städtebaulicher Ebene eng mit der Entwicklung in die Vertikale verbunden ist.

"Loving architecture" bietet neben dieser Exposition noch ein weiteres Feature, quasi eine Ausstellung in der Ausstellung: in einer Fotostrecke zeigt Paolo Rosselli Gio Pontis Werke aus heutiger Perspektive. 

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