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Gemeinschaftsschule Ratoldus Radolfzell, Dury + D’Aloisio Architekten, Foto: Fredi D’Aloisio

Gläserner Vorhang: Schulerweiterung von Dury + D’Aloisio Architekten

Radolfzell liegt malerisch am Untersee, einem Teilsee des Bodensees. D’Aloisio Architekten aus dem nahen Konstanz ergänzen gemeinsam mit dem Architekten Helmut Dury die bestehende Ratoldus Gemeinschaftsschule und verwandeln diese in einen zeitgemäßen, dynamischen Campus. Sie modernisieren das Schulhaus und positionieren entlang der Außenseiten des Grundstücks im Süden und Osten einen L-förmigen Baukörper. Dadurch entsteht zwischen dem alten und dem neuen Gebäude ein Innenhof, der von Sitzstufen begrenzt wird.

Kommunikative Außenbereiche
Der Neubau setzt sich aus einem zweigeschossigen Trakt mit Klassenzimmern und der flachen Mensa in südlicher Richtung zusammen. Dachüberstände bilden rund um den Mensa-Pavillon kommunikative Außenbereiche und machen diesen zum Bindeglied zwischen Alt und Neu. Schule und Cafeteria verbindet ein Dach unter dem ein geschützter Zugang zu beiden Gebäudeteilen entsteht. Außerdem fungiert es als Eingang zum Pausenhof.

Holzskelett aus verschraubten Steckverbindungen
Bei der Umsetzung der neuen Schulbauten entscheiden sich die Planer für Holz. Auf einer Stahlbetonplatte steht das tragende Holzskelett, das aus verschraubten Steckverbindungen besteht. Decken und Innenwände sind in Brettsperrholz ausgeführt und mit Holz- bzw. Akustikplatten beplankt, hinter denen sich Installationen verstecken. Der modular konzipierte Grundriss kann bei zukünftigen Veränderungen flexibel angepasst werden.
Den Holzbau kombinieren Dury + D’Aloisio Architekten mit einer zweischaligen Glasfassade. Holz und Glas erweisen sich nicht nur konstruktiv, sondern auch optisch als gutes Team. Während die innere Schicht die Schule mit 3-fach-verglasten Fensterflächen thermisch abschließt, schützen die äußeren Glaselemente die Ansichten vor Witterungseinflüssen. Darüber hinaus sorgen sie für eine hervorragende Dämmung, Schallschutz und bieten Platz für textile Rollos.
Basierend auf der EnEV wird das Energiekonzept des Projekts optimiert: Eine Lüftungsanlage auf dem Dach garantiert die perfekte Be- und Entlüftung des neuen Schultrakts und der Mensa. Durch Wärmerückgewinnung von bis zu 90% können zudem die Kosten niedrig gehalten werden.

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