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P.C. Hooftstraat 138, 140-142, UN Studio

Glas und Ziegel: Fassadenneugestaltung von UN Studio

Die Namen „The Looking Glass“ und „The Brick Pixelation“ verraten bereits einiges über die beiden Projekte in der P.C. Hooftstraat. Sie sind unterschiedlich und ergänzen sich doch perfekt. Bei der Neugestaltung beider Straßenfronten orientieren sich die Planer am Rhythmus der historischen Backsteinfassaden. Damit greifen sie die Architektur Amsterdams behutsam auf, interpretieren sie auf innovative Art und Weise und sorgen für einen neuen Akzent in der Shoppingmeile.

„The Looking Glass“, Nummer 138, ist vertikal in drei Abschnitte eingeteilt. Diese übernehmen die Architekten auch für ihren neuen Entwurf. Sie erneuern die charakteristischen, roten Ziegel und verleihen der Ansicht so einen frischen Touch. Während die Fensteröffnungen im zweiten Obergeschoss erhalten bleiben, legen sich vor die unteren beiden Stockwerke drei streifenförmige, geschwungene Glasboxen. Diese wirken wie ein transparenter Vorhang und sollen die Stoffe und das Handwerk im Inneren nach außen widerspiegeln. Wie fließende Textilien erinnern sie an die maßgeschneiderten Stücke, die im Laden über die Theke gehen. Die einzelnen Paneele beruhen auf einer Structural-Glazing-Konstruktion, die sich aus gebogenen Verglasungen, Stahlprofilen und Silikonfugen zusammensetzt. Sie sind vorgefertigt und wurden vor Ort lediglich montiert.

Auch Hooftstraat 140-142, „The Brick Pixelation“, das direkt an ihren Nachbarn anschließt, behält die Struktur der bestehenden Ansicht in ihren Grundzügen bei. Hier kreieren die Architekten von UN Studio unter der Leitung von Ben van Berkel und Caroline Bos eine wesentlich kleinteiligere Interpretation der traditionellen Backsteine. Im oberen Bereich erhalten diese lediglich eine graue Färbung. Vor die kommerziell genutzte Sockelzone hingegen legt sich eine Hülle aus feingliedrigen Glasbausteinen. Diese sind in Edelstahl gefasst und verleihen der Fassade eine pixelige Optik und damit auch ihren Namen. Die Steine rahmen zwei große Schaufenster und legen sich auch vor den Eingang zu den darüberliegenden Geschossen. Durch die Pixel dringt die Beleuchtung der Verkaufsräume des Louis Vuitton-Shops diffus nach draußen und zieht in der geschäftigen Einkaufsmeile sämtliche Blicke auf sich.

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