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Dietmar Feichtinger Architectes, Eiffelturm, Paris

Glaswand und Landschaftspark: Sicherheit rund um den Eiffelturm

Die Blickachse von der École Militaire bis zum Palais de Trocadéro in deren Mitte der Eiffelturm steht, ist über die letzten 100 Jahre zu einer der Touristenattraktionen schlechthin geworden. Damit diese trotz neuer Sicherheitsvorkehrungen bestehen bleibt, entschieden sich die Architekten, den Bereich rund um das Wahrzeichen mit hochtransparenten, freitragenden Glaselementen zu schützen und so die Strecke zwischen den neuen Sicherheitsschleusen zu überbrücken. Die Stöße zwischen den 72 mm starken Scheiben sind mit Nirostaprofilen abgedeckt, die kurz unter der Oberkante der 3 m hohen Mauer enden. Beleuchtung und Kameras sind in schlichten Edelstahlquadern bündig mit der Abdeckung montiert.

Besonders zur viel befahrenen Straße entlang der Seine bietet diese Wand Schutz, auch vor dem Lärm, der sich früher ungehindert auf der großen Fläche ausbreiten konnte. Nun verhindern 428 versenkbare und fixierte Poller die Befahrbarkeit für Autos auf den Gehsteigen des Quai Branly und entlang der Avenue Gustave Eiffel.

Innerhalb der neu eingezäunten Fläche versetzten Vogt Landschaftsarchitekten den Landschaftsgarten der Weltausstellung von 1887 wieder in seinen früheren Zustand. Kleinmaßstäbliche Blickbezüge im Park wurden reaktiviert, 67 neue Bäume gepflanzt. Im Gegensatz zur offenen Fläche unter dem Eiffelturm ist der Park von einem Zaun aus Cortenstahl umgeben. Seine Form nimmt die Silhouette des Turmes auf, die Höhe von 324 cm entspricht genau einem Hundertstel des Vorbilds. Jeder Besucher wird nun als Einstimmung erst durch den Park geleitet. Sechs transparente Schleusen mit filigran gestalteten Glasdächern bieten einen kontrollierten Zugang zum Gelände. Die Glas-Drehtüren der Ausgänge sind integriert in den ovalen Bogen, der die Außenkontur des Parks bildet.

Die Maßnahmen von Dietmar Feichtinger Architectes sind allesamt rückbaubar. In vier Jahren diskutieren Stadtsenat und Polizei erneut über das Sicherheitskonzept rund um das historische Bauwerk.

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Weitere Informationen:

Wettbewerbsteam: Dietmar Feichtinger, José Luis Fuentes, Jan Feichtinger, Radek Smrcina, Barbara Feichtinger-Felber, Magda Kaczor Projektleitung Planung: José Luis Fuentes, Matthieu Miclot
Planungsteam: Roland Basista, Magda Kaczor, Petr Buianov, Corentin Héraud, Matthieu Vaillaud, Thekla Poter
Statik: Schlaich, Bergermann & Partner, OGI, INEX
Landschaftsarchitekten: Vogt Landschaftsarchitekten
Beleuchtungskonzept: ON
Sicherheit: Suretis
Brandschutz: CSD Faces
Beteiligte Baugesellschaften: Eurovia IDF, Mabillon, Segex, Viry SAS, Saterec/Semeru
Grundstücksfläche: 41290 m²
Wettbewerb: Januar 2017
Planungsbeginn: Februar 2017
Baubeginn: September 2017
Fertigstellung: Dezember 2018

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