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Goool! Stadien für die WM 2014 in Brasília

Auf Einladung des Architekturpreis Berlin e.V. können die Besucher der Ausstellung „Goool! Stadien für die WM 2014 in Brasília“ pünktlich zu Beginn des Sportereignisses einen Blick auf die unter maßgeblichem Einfluss von Gerkan, Marg und Partner entstandenen Stadien werfen. Als mehrfach erprobte Stadionbauer haben die Architekten in Brasilien ihre Reihe bisher gebauter Sportarenen fortgesetzt. Nach den Bauten für vergangene Fußballmeisterschaften in Deutschland, Südafrika, Polen und der Ukraine leistet das Büro auch dieses Jahr ihren Beitrag zur WM. Eine Besonderheit in Brasilien stellt dabei der Umgang mit dem städtebaulichen Kontext der einzelnen Austragungsstätten dar. Neben dem Umbau zweier Arenen in Brasília und Belo Horizonte wird auch der Neubau eines Stadions in Manaus durch großformatige Fotos des renommierten Architekturfotografen Marcus Bredt sowie durch Modelle, Pläne und Texte des Architekturbüros präsentiert.

Ort:  Architekturpreis Berlin e.V., Kutscherhaus, Kurfürstendamm 50a, 10707 Berlin
Dauer: 23. Mai – 27. Juni 2014

Estádio Nacional, Brasília, gmp, Gerkan, Marg, Fußballweltmeisterschaft, Stadionarchitektur
Estádio Nacional Brasília
Estádio Nacional, Brasília, gmp, Gerkan, Marg, Fußballweltmeisterschaft, Stadionarchitektur, Dachuntersicht
Fotos: Marcus Bredt

Das Nationalstadion in Brasília gehört zum erklärten Weltkulturerbe im historischen, durch Lúcio Costa und Oscar Niemeyer geschaffenen, städtebaulichen Kontext. Es ist das größte öffentliche Gebäude in der Hauptstadt Brasiliens und wurde an Stelle des bisherigen Stadions Mané Garrincha als neues Nationalstadion errichtet. Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) und die Ingenieure schlaich bergermann & partner (sbp) gestalteten das neue Erscheinungsbild in Gestalt der hohen Kolonnaden für das zweischalige Hängedach. Der Architekt Eduardo Castro Mello aus São Paulo, dessen Vater an gleicher Stelle das frühere Stadion entworfen hatte, war für den innenliegenden Tribünenbau verantwortlich.

Estádio da Amazonia, Manaus, gmp, Gerkan, Marg, Fußballweltmeisterschaft, Stadionarchitektur
Arena da Amazônia Manaus
Estádio da Amazonia, Manaus, gmp, Gerkan, Marg, Fußballweltmeisterschaft, Stadionarchitektur, Dachuntersicht
Fotos: Marcus Estádio

Anders in Manaus: Die Millionenstadt liegt mitten im Dschungel direkt am Amazonas 1.500 km vom Meer entfernt. Das Stadion liegt an der zentralen Verkehrsachse, die den Flughafen mit der Innenstadt verbindet. Es ist Teil eines Sportparks, der über ein Sambadrom, Leichtathletikanlagen, Mehrzweckhallen und ein Schwimmzentrum verfügt. Auch hier konnte auf die bestehende Infrastruktur zurückgegriffen werden. gmp-Architekten hatten im Vorfeld gemeinsam mit den Ingenieuren schlaich bergermann & partner sowie einem brasilianischen Planungsteam eine Gesamtkonzeption für den Sportpark entwickelt. Die „Arena da Amazônia“ ist Teil dieses Parks. Beim Entwurf ging es darum, ein Stadion zu konzipieren, das eine Referenz an diesen besonderen Ort im Regenwald darstellt.

Estádio Mineirao, Brasília, gmp, Gerkan, Marg, Fußballweltmeisterschaft, Stadionarchitektur
Estádio Mineirão Belo Horizonte
Estádio Mineirao, Brasília, gmp, Gerkan, Marg, Fußballweltmeisterschaft, Stadionarchitektur, Dachuntersicht
Fotos: Marcus Bredt

Für den Entwurf des Stadions in Belo Horizonte wiederum stand die respektvolle Bewahrung und Ergänzung der historischen Dachkonstruktion im Vordergrund. Das Stadion Mineirão liegt direkt an dem in den 40er Jahren unter dem damaligen Bürgermeister Juscelino Kubitschek künstlich angelegten Pampulha See, um den sich ein Großteil des Frühwerks von Oscar Niemeyer gruppiert: die Kirche São Fransisco de Assis, der Yachtclub, das Casa do Baile, der Golf Club, das Casino und das Wohnhaus Kubitscheks. gmp-Architekten haben 2008 für dieses Stadion gemeinsam mit Gustavo Penna, Arquiteto e Associados aus Belo Horizonte und den Tragwerksplanern schlaich bergermann & partner die Konzeption für die Modernisierung und Sanierung im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2014 begonnen. Im Jahr 2010 wurde das Projekt von dem brasilianischen Architekturbüro BCMF aus Belo Horizonte übernommen, bearbeitet und letztendlich gebaut.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Juni im Kutscherhaus in Berlin zu sehen. 

Ende der Ausstellung:
27. Juni 2014

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Freitag und Samstag 12.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 12.00 – 19.00 Uhr

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