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Grenzüberschreitende Transformation – Straßburg und Kehl planen gemeinsam

Seit dem Jahr 2000 haben die Städte Straßburg und Kehl einen Prozess der Annäherung begonnen, mit dem Ziel eine grenzüberschreitende, Europa und dem Rhein zugewandte Metropolregion zu bilden, welche sich in den 900.000 Einwohner zählenden Eurodistrict Straßburg-Ortenau einschreibt.

Bei dem gemeinsam ausgeschriebenen Städtebauwettbewerb „Strasbourg – Kehl, Cour des Douanes – Zollhofareal“ gewannen im Januar 2013 die Architektenbüros LIN Architects Urbanists und kleyer.koblitz.letzel.freivogel (beide Berlin) jeweils einen ersten Platz. Der Wettbewerb hat die Transformation der alten französischen und deutschen Zollhofareale zum Ziel, die zu beiden Seiten des Rheins liegen.

Zollhofareal Straßburg Kehl, Entwurf LIN
Zollhofareal Straßburg Kehl, Entwurf LIN

Der Entwurf von LIN schlägt gleichermaßen eine Vision für die Entwicklung der beiden Städte zum Rheinufer hin, als auch einen städtebaulichen Rahmen für die Urbanisierung der verfügbaren Flächen vor. Der Vorschlag beruft sich auf existierende Qualitäten. Aus einer fragmentierten Situation wird eine kohärente geographische Ordnung entwickelt. Die urbanen Strukturen der neuen Quartiere entwickeln sich zum, und entlang des Rheinufers. Sie verstärken baulich als auch symbolisch die Gegenwart des Flusses und bleiben gleichzeitig offen für unterschiedliche Funktionen und Nutzungen. Neue Verbindungen – Passerellen, Brücken und Passagen – verbinden Ufer mit Ufer, Quartier mit Quartier, und generieren vielfältige städtebauliche Qualitäten.

Das Konzept von kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten zielt darauf ab, auf beiden Seiten eine neue Shilouette zu schaffen, die jeweils einen neuen Eingang in die Stadt symbolisiert. Durch eine signalhafte Bebauung werden die Städte näher an den Rhein geführt und am Wasser sichtbar gemacht.

Zollhofareal Straßburg Kehl, Entwurf kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten
Lageplan
Segelhafen

Der Freiraum um die markanten Gebäude wird auf beiden Seiten als städtisches Relief ausgeformt: Die Fläche steigt zum Rhein hin leicht an und hebt das Gebiet damit aus der Senklage zwischen den bestehenden Brückenrampen heraus. Nördlich der Bahn entsteht ein neues Quartier mit Bezug zum Sporthafen. Der Exerzierplatz der ehemaligen Großherzog-Friedrich-Kaserne wird zum Stadtgarten umgestaltet.

Zollhofareal Straßburg Kehl, Entwurf kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten

Die von dem Juryvorsitzenden Henri Brava geleitete deutsch-französische Jury tagte am 17. Januar 2013 und vergab vier Preise, davon zwei erste Preise ex-aequo. Der Wettbewerb war nach deutschem Recht ausgeschrieben, sodass die Städte mit Elementen aus allen Entwürfen den Masterplan der Sieger vervollständigen können. Bei Nummer vier gefiel die Idee einer Plattform zwischen den Ufern und Brücken und wurde aufgekauft.

www.lin-a.com
kklf.de/

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