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Grüne Oase in der Stadt

Ein Projekt wider den komplizierten Nachhaltigkeitsdiskurs: Für Anne Thorne Architects stand das „Einfache und Vernünftige“bei der Planung der Wohnanlage Angela Carter Close in London im Vordergrund. Die neun Häuser bestehen aus FSC-zertifiziertem Holz , wurden mit rezykliertem Zeitungspapier gedämmt und erreichen so den britischen EcoHomes „Excellent“ Standard.

Anne Thorne Architects, Angela Carter Close, London, Wohnanlage
Foto: David Spero

Die Wohnanlage „Angela Carter Close“, benannt nach einer britischen feministischen Schriftstellerin, liegt nur Meter von der vielbefahrenen Brixton Road entfernt im Süden Londons. Die neun Häuser und der Gemeinschaftsbereich mit Spielplatz besetzen den grünen Innenhof eines mit Straßenblocks, dessen Ränder mit viktorianischen Doppel- und Reihenhäusern bebaut sind. Ein nachhaltiger Aspekt der neun Neubauten springt direkt ins Auge: die Fassadenverkleidung aus britischem Esskastanienholz. Sie stammt wie die gesamte Holzkonstruktion der Häuser aus FSC-zertifiziertem Anbau und mach den Angela Carter Close damit zum zweiten FSC-zertifizierten Wohnprojekt in Großbritannien überhaupt. Die zwei- und dreigeschossigen Häuser wurden aus vorgefertigten Holzrahmenelementen errichtet; die Außenwände sind mit 19,5 Zentimetern rezykliertem Zeitungspapier gedämmt. Die Außenverschalung der Fassaden ist diffusionsoffen, so dass Feuchtigkeit aus dem Inneren der Fassaden jederzeit entweichen kann. An den individuell gestalteten Fassaden wechseln sich Putzflächen mit Holzverschalung ab. Die Dächer mit je 30 Zentimetern Dämmstärke sind sämtlich begrünt; die Architekten zählten hier mindestens 32 unterschiedliche Pflanzenarten.

Anne Thorne Architects, Angela Carter Close, London, Wohnanlage
Foto: David Spero

Regenwassertonnen, wassersparende Armaturen und eine 50% wasserdurchlässige Pflasterung der Freiflächen sind kleine, aber wirkungsvolle Einzelmaßnahmen, die zur Nachhaltigkeit des Projekts beitragen sollen. Die größeren Häuser besitzen darüber hinaus thermische Solarpaneele zur Warmwasserbereitung. Küchen und innen liegende Bäder werden passiv entlüftet – auch dies ein Schritt, der den Stromverbrauch in den Gebäuden senkt.

Foto: David Spero
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