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Hängeseilbrücke am Triftgletscher

Ein feingliedriger Hängeseilsteg mit parabelförmiger Unterspannung sichert die Verbindung zur Trifthütte im Berner Oberland. In früheren Jahren führte der Weg durch die Triftschlucht direkt über die Zunge des Triftgletschers, nun war hier ein See entstanden.

Tragwerksplaner: Ingenieurbüro Hans Pfaffen, Chur

2004 wurde ein erster unversteifter Hängeseilsteg errichtet. Da das einfache, kostengünstig realisierte Bauwerk jedoch mehr Besucher als erwartet anzog und deren Ausrüstung nicht immer alpinem Standard entsprach, stellten vor allem die steilen Zustiege ein Sicherheitsrisiko dar. Zudem erreichten Windböen in der engen Schlucht Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h, Turbulenzen konnten dabei die Konstruktion drehen. Angesichts der stark gestiegenen Besucherzahlen stand inzwischen auch ein höheres Budget zur Verfügung. Dies führte zum Bau einer neuen Brücke an einem sichereren Standort mit leichterem Zustieg. Dank der weiter geöffneten Schlucht sind hier auch die Windgeschwindigkeiten geringer.
Das Konstruktionsprinzip der ersten Brücke blieb erhalten, wurde aber in entscheidenden Punkten angepasst. Eine parabelförmige Unterspannung etwa stabilisiert nun die feingliedrige, ca. 170 Meter lange und knapp 100 Meter über dem Triftwasser spannende Konstruktion und verhindert das Aufstellen bei extremen Windgeschwindigkeiten.

In DETAIL 11/2010 »Leichte Konstruktionen« finden Sie eine ausführliche Dokumentation des Projekts.

Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
Im morgendlichen Gegenlicht zeichnet sich die Konstruktion besonders gut ab.
Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
(Foto: Thomas Madlener, München)
Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
Aus der Perspektive des Wanderers
Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
Die Details sind klar und zweckmäßig ausgeführt.
Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
Blick von Brückenmitte Richtung Tal
Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
(Foto: Thomas Madlerner, München)

Thomas Madlener

Hängeseilbrücke, Triftgletscher, Ingenieurbüro Hans Pfaffen
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2010

Leichte Konstruktionen

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