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Harakiri oder Ansporn: offener Wettbewerb - wirtschaftlicher Unfug oder wertvoller Beitrag zur Baukultur?

Diskussion über die Notwendigkeit offener Wettbewerbe im Architekturclub der Bayerischen Architektenkammer in München mit Architektin Mikala Holme Samsøe (Henning Larsen GmbH) und Architekt und Stadtplaner Heiner Farwick (farwick + grote, Ahaus).

Ort: Haus der Architektur, Waisenhausstr. 4, München
Datum: Montag, 3. Dezember 2012, 19:00 Uhr

Offen“ werden Wettbewerbe genannt, wenn alle Interessenten, die über die in der Bekanntmachung genannte Qualifikation verfügen, eine Arbeit einreichen dürfen – die übrigens, in der Hoffnung einen Preis oder eine Anerkennung zu erhalten, honorarfrei erbracht wird.
 Bei „nichtoffenen“, „begrenzten“ oder „beschränkten“ Wettbewerben werden hingegen bestimmte Büros, sofern rechtlich möglich, direkt eingeladen oder aus über 300 Bewerbern ausgewählt – und bei Projektgrößen, die aus Gründen des Vergaberechts eine europaweite Ausschreibung erfordern, bewegen sich die Teilnehmerzahlen in der Regel zwischen 20 und 30.

Im europäischen Ausland sind „offene Wettbewerbe“ kaum noch zu finden. Sie sind dort von den meisten Architekturbüros auch nicht erwünscht – heißt doch die Teilnahme an einem offenen Wettbewerb, viel Arbeit in ein Projekt zu stecken, dessen Chancen zu gewinnen oder wenigstens angekauft zu werden mit jedem Konkurrenten geringer werden.

Besonders Dänen und Franzosen halten uns Deutsche für volkswirtschaftlich verrückt, wenn wir offene oder auch nichtoffene Wettbewerbe mit 30 Teilnehmern durchführen.
Die Kollegen in diesen Ländern haben vielmehr Interesse an kleinen, „feinen“ Verfahren mit wenigen Teilnehmern und v.a. mit einem angemessenen Bearbeitungshonorar für jeden dieser Teilnehmer.
Finden dann aber jemals junge Büros ohne umfangreiche Referenzliste oder Architekten, die nicht allein auf eine Bauaufgabe spezialisiert sind, Zugang zu Wettbewerben? Sind nicht Wettbewerbe für junge Büros häufig die einzige Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen, Aufträge zu bekommen und ihr Büro zu etablieren?

Diese und weitere Fragen diskutieren am 3. Dezember im Architekturclub der Bayerischen Architektenkammer die in München arbeitende dänische Architektin Mikala Holme Samsøe (Henning Larsen GmbH) und der Vizepräsident des BDA Bundesverbands, Architekt und Stadtplaner Heiner Farwick (farwick + grote, Ahaus). Es moderiert der Münchner Architekturprofessor Ulrich Holzscheiter.

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