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Harmonische Fassadengestaltung beim Siemens-Kasino-Neubau

Das Siemens-Kasino im Werk Amberg – von den Würzburger Architekten Brückner & Brückner geplant – soll eine zentrale Begegnungsstätte für Mitarbeiter und Gäste sein. Sein Standort an einem innerhalb des Areals wichtigen Knotenpunkt wird seiner Bedeutung als Anlaufstelle entsprechend gerecht. Grundgedanke war hier die Integation des Neubaus als einfachen, ruhigen und selbstverständlichen Baukörper in die vorhandene Bebauungsstruktur. Gegenüber dem Vorläufergebäude wurde das neue Kasino um 90° gedreht. Das Gebäude besteht aus zwei getrennten Hauptbaukörpern mit einem dazwischen geschobenen Mittelteil.
Aufgrund der Hanglage kann das neue Kasino sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss ebenerdig betreten werden. Das Erdgeschoss wurde im Eingangsbereich zurückgesetzt und ist strategisch so ausgerichtet, dass das Gebäude auf kürzestem Wege von den Werkseingängen aus erreicht werden kann. Kurze Wege kennzeichnen auch die innere Konzeption, in der funktionale Raumzusammenhänge berücksichtigt wurden. So befindet sich der Speisesaal mit Essensausgabe, Haupt- und Spülküche beispielsweise auf einer Ebene zusammen mit der Cafeteria und ihrem Freisitzbereich. Im Erdgeschoss sind hangseitig Technik und Lagerräume untergebracht, während der vordere, bodentief verglaste Bereich mit vorgelagerter Terrasse den Seminar- und Gästeräumen vorbehalten ist.

Die Fassadengestaltung nimmt das historische Klinkermaterial der umgebenen Bebauung auf. Doch im Gegensatz zur roten Farbigkeit der benachbarten Backsteinfassaden wurde hier ein heller, an das Farbspiel des ortstypischen Jurakalks erinnernder Stein verarbeitet. Ebenfalls abweichend von den Bestandsbauten wurde bei dem Neubau statt des seinerzeit verwendeten Normalformats von Brückner & Brückner ein gestrecktes, schmales Riegelformat mit einer Steinhöhe von nur 40 mm ausgewählt, das sich formal deutlich abhebt und die Horizontalität der Fassadengestaltung unterstreicht. Der Klinker »Passo FK« ist eine Sondersortierung von der Firma Gima Girnghuber. Verarbeitet wurde er in unterschiedlichen Längen von 11,5, 24, 36,5 und 49 cm im wilden Verband. Die Materialität und Ausführung der Fassaden steht somit für die Anpassung an den Bestand, betont durch ihre innovative Umsetzung jedoch eine inhaltliche Sonderstellung des neuen Gebäudes am Standort Amberg.
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