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Tribüne, Rotterdam, Clubhaus Varkenoord

Haupttribüne mit Treppengiebel: Clubhaus Varkenoord in Rotterdam

Zwei Fußballvereine und ein Hockeyverein teilen sich den markanten Neubau, den NL Architects als Sieger eines Architektenwettbewerbs auf dem neuen Sportcampus im Süden Rotterdams errichtet haben. Der Bebauungsplan positionierte das Clubhaus zwischen den beiden am meisten genutzten Fußballfeldern auf dem Areal, und diese Vorgabe nutzten die Architekten für eine ungewöhnliche Konfiguration des Gebäudes: Auf den beiden Dachflächen ließen sie Zuschauertribünen anlegen, die die Sportfelder überblicken.

Mit derlei »sportlichen« Nutzungsmischungen kennen sich NL Architects aus: 2000 erregte ihre BasketBar, ein Basketballfeld auf dem Dach eines Cafés auf dem Universitätscampus in Utrecht, internationale Aufmerksamkeit. In Rotterdam indes war das Nutzungsprogramm ungleich komplexer: Jeder der drei Vereine sollte Umkleiden und ein eigenes Vereinsrestaurant erhalten, außerdem galt es Büros und Besprechungsräume in dem Gebäude unterzubringen.

Die unterschiedlichen Nutzungen sind nun übereinandergestapelt und die drei Vereine nebeneinander im Haus untergebracht. In dem mit Kunstrasen belegten Sockel befinden sich die fensterlosen Umkleiden. Eine Etage höher sind die rundum verglasten Clubrestaurants untergebracht und eine weitere Mezzaninebene weiter oben die Büros und Konferenzräume, die über eine umlaufende Dachterrasse direkten Zugang zur Tribüne bieten.

Um den Umkleiden etwas von ihrer Bunkeratmosphäre zu nehmen, entwarfen die Architekten für sie ein Farbkonzept, das der Gebäudelänge nach einen Verlauf von kaltem Blau bis zu Feuerrot vollzieht. Die Obergeschossräume sind dagegen farblich neutral gehalten. Hier beeindruckt vor allem die Untersicht des Dachs, das angesichts seiner optischen Schwere auf überraschende Weise zu »schweben« scheint.

Des Rätsels Lösung liegt in einer Stahlkonstruktion, auf die die Sitzstufen der Tribünen als Betonfertigteile aufgelegt wurden. An den Gebäudeenden liegt das Dach allein auf den umlaufenden Fassadenstützen auf. Zugdiagonalen in den Dachflächen steifen das Dach so weit aus, dass nur noch wenige Auskreuzungen hinter den Glasfassaden erforderlich sind.

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