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"Hearst Tower" gewinnt Internationalen Hochhaus Preis 2008

Die Firmenzentrale des Medienunternehmens Hearst Corporation in New York ist das Gewinnerprojekt des mit 50.000 Euro dotierten diesjährigen Internationalen Hochhaus Preises, der am 14. November 2008 in Frankfurt am Main vergeben wurde. Der 2006 fertig gestellte Stahlbau entstand nach Plänen von Foster + Partners.

Die Auszeichnung erhielt Lord Norman Foster im Rahmen eines Festaktes in der Frankfurter Paulskirche. Das 182 Meter hohe Bauwerk wurde zusammen mit dem Büro Adamson Associates aus Toronto (Rohbau) und dem Innenarchitekturbüro Gensler aus New York verwirklicht.

Die Jury unter Vorsitz des Londoner Architekten Alejandro Zaera-Polo begründete ihre Entscheidung für den Hearst Tower in New York wie folgt: „Das auf einen historischen Sockelbau aufgesetzte, transparente Hochhaus besticht durch seine expressive Gestalt. Seine tragende Dreiecksstruktur aus Stahl schafft unterschiedlich große Geschossflächen und könnte für einen neuen Prototypen stehen. Auch hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit setzt es einen neuen Maßstab für Bürogebäude in der Metropole der Wolkenkratzer.“

Bereits in den 1920ern wurde der sechsgeschossige Sockel des Hochhauses gebaut und sollte schon damals als erster Teil eines „Skyscrapers“ fungieren. Doch erst 2006 ragte aus dem Bestandssockel aus Kalkstein eine gläserne Hülle mit 46 Stockwerken in die Höhe. Die prägnante Dreiecksstruktur des Tragwerks betont die vertikalen Proportionen und die charakteristische Silhouette des Neubaus. Vom sechsgeschossigen Bestandsbau wurde nur die Art Deco-Fassade erhalten. Im Inneren der alten Mauern erstreckt sich ausschließlich die Lobby. Der Innenraum wirkt sehr dramatisch, da das eigentliche Hochhaus durch ein gläsernes Dach der Lobby sichtbar ist und über dieser thront. Das Tragwerk, ausgeführt als diagonales Gitter, bewirkte eine Einsparung an Stahl von 20 Prozent. Der Hearst Tower wurde zu 85 Prozent aus recyceltem Stahl erbaut und verbraucht 26 Prozent weniger Energie als seine konventionellen Nachbarn. Als erstes Bürohochhaus in New York City wurde er 2006 mit dem LEED-Gold-Zertifikat ausgezeichnet.

Bilder: oben: Fritz Philip, Mitte und unten: Chuck Choi

Zusätzlich zum diesjährigen Gewinner wurden außerdem Anerkennungen an vier Finalisten verliehen sowie eine besondere Anerkennung für Nachhaltigkeit vergeben. Eine Anerkennung bekam das 116 Meter hohe Missing Matrix Building (Seoul) von Mass Studies, das 121 Meter hohe Wohnhochhaus Newton Suites von WOHA sowie zwei weitere Medienhochhäuser, das 319 Meter hohe New York Times Building von Renzo Piano Building Workshop und das 159 Meter hohe in Peking stehende Television Cultural Centre von OMA - Office for Metropolitan Architecture. Die erstmals vergebene besondere Anerkennung für städtebauliche, energetische und soziale Nachhaltigkeit ging an das WestendDuo in Frankfurt am Main vom Frankfurter Architekturbüro KSP Engel und Zimmermann.

Die Ausstellung Internationaler Hochhaus Preis 2008 ist im Deutsche Architekturmuseum vom 16. November 2008 bis 4. Januar 2009 zu sehen und würdigt das breite Spektrum der prämierten und nominierten Projekte.

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