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Helmut Jahn - Prozess Progress

Zum ersten Mal in Deutschland widmet sich eine Ausstellung dem Werk des deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn. Mit seinen Entwürfen für spektakuläre Monumentalbauten, für seine Flughäfen, Hochhäuser und Wolkenkratzer erlangte er hohes internationales Renommee. Eine Kooperation mit der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich. Die Fotografien der Ausstellung stammen von Rainer Viertlböck.

Ort: Neues Museum in Nürnberg, Klarissenplatz, D-90402 Nürnberg
Dauer: 30. November 2012 bis 24. Februar 2013

 

Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Augustinerhof in Nürnberg, 1991 - 1994, © Jahn

Bereits 1966 ging Helmut Jahn in die damalige Architekturmetropole Chicago, wurde Partner und bald Inhaber des legendären Chicagoer Architekturbüros C.F. Murphy Associates, das dann in Murphy/Jahn umbenannt wurde. Helmut Jahn zeichnete und baute als eines seiner Schlüsselwerke das James R. Thompson Center (ehemals State of Illinois Center) im Herzen Chicagos, ein modernes Hochhaus für Xerox mit glatten, runden Glasfassaden, den immer noch modernen Flughafen der Stadt am Michigansee, innovative Firmensitze und öffentliche Bibliotheken und wurde bald mit seiner unkonventionellen Kreativität zum erfolgreichen Enfant terrible der klassisch eingestellten amerikanischen Architekturmetropole.

Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
James R. Thompson Center, Chicago, 1979 - 1985, Foto: Rainer Viertlböck © Jahn

Die Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland chronologisch und werksgenau wichtige Zeichnungen für die Bauten in Chicago, in New York und den gesamten USA, Europa sowie die Entwicklung von heutigen “mega big buildings” in Qatar, China, Japan und Korea, für die das Chicagoer Büro berühmt ist. Damit zeichnet die Ausstellung eine globale Architektur- und Zeitreise nach. Thematische Schwerpunkte bilden Leitmotive wie der klassische Campanile, sichtbar im Messeturm von Frankfurt (1991) bis zum 540 Meter hohen beleuchteten Campanile aus Glas für das neue Messezentrum in Doha (Fertigstellung 2018) sowie das Motiv der Stadt in der Stadt wie das Sony Center in Berlin oder die für Helmut Jahn typischen publikumsnahen stadtähnlichen Flughafenzentren in München und Bangkok. Die spontanen Freihandzeichnungen zu diesen unterschiedlichen Bauaufgaben zeigen auch, wie sehr eine künstlerisch fundierte Vision die einzelnen Bauten durchgängig begleitet.

Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Messeturm, Frankfurt, 1985 - 1991, Foto: Rainer Viertlböck © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Airport Center. München, 1990 - 1999, Foto: Rainer Viertlböck © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Suvarnabhumi International Airport, Bangkok, 1995 - 2006, Foto: Rainer Viertlböck © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Suvarnabhumi International Airport, Bangkok, 1995 - 2006, Fotos: Rainer Viertlböck © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg

Die Nürnberger Ausstellung dokumentiert die Entstehungsgeschichten des Sony Centers in Berlin, die Entwicklung eines der futuristischsten neuen Großflughäfen der Welt in Bangkok – eine Liaison aus Ingenieur- und Baukunst, die Projektierung von Idealstädten für Fürstentümer in der Wüste, stadtähnliche Shoppingzentren von Größenordnungen, wie sie nur im heutigen China denkbar sind. Trotz der für das Architekturbüro Murphy/Jahn bekannten Großprojekte behält die Ausstellung immer den authentischen und persönlichen Nahblick bei: alle Entwürfe zeichnet Helmut Jahn auf Papierblöcke, nicht größer als 21 x 21 Zentimeter, sogar auf Notizblöcke von nur 4¼ auf 4¼ inch – etwa die Kantenlänge einer Zigarettenschachtel. Die Ausstellung zeigt aus den 100.000 archivierten Blättern einen fokussierten Überblick zusammen mit den meist in Plexiglas gefertigten Arbeitsmodellen.

Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Jeddah Free Trade Center, Jeddah, 2008 © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Modell International Airport Bangkok © Jahn

Neben den über 100 gebauten Werken spiegelt die Ausstellung immer auch die Visionen des Ungebauten und Zukünftigen. “The future is never wrong”, lautet daher das Credo des Architekten.

Über 6 Jahre hinweg hat Helmut Jahn den Münchner Fotografen Rainer Viertlböck sein Gesamtwerk fotografieren lassen. Die Viertlböck-Fotos als monumentale Skyline bilden den Rahmen für die gezeichneten und in Handmodellen entwickelten Architekturwelten. Mit der umfassenden Darstellung seines Gesamtwerkes kehrt der Architekt nach 46 Jahren in seine Geburtsstadt Nürnberg zurück.

Begleitprogramm

4. Dezember 2012, 18 Uhr Vortrag von Rainer Viertlböck "Seen by Rainer Viertlböck: the Work of Helmut Jahn"

Der Vortrag findet im Auditorium des Neuen Museums statt.
Kosten: 4,– Euro, ermäßigt 2, – Euro

16. Januar 2013, 20 Uhr Vortrag von Helmut Jahn "Die Zukunft ist nie falsch"

Der Vortrag findet im Auditorium des Neuen Museums statt.
Kosten: 4,– Euro, ermäßigt 2,– Euro

Direktorenführungen mit Dr. Angelika Nollert
Dienstag, 11. Dezember 2012, 17 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2013, 18 Uhr
Kosten: 2,– Euro zusätzlich zum Eintrittspreis

Zusätzliche Führung am 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember 2012, 15 Uhr

Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Mansueto Library, Chicago, 2005 - 2011, Foto: Rainer Viertlböck © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Veer Towers, Las Vegas, 2006 - 2010 <br>Fotos: Rainer Viertlböck © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
City Spire Lusail, Qatar, 2011, © Jahn
Helmut Jahn - Prozess Progress Ausstellung Nürnberg
Study for a monument in the Emirates, 2011, © Jahn


Weitere Informationen

www.nmn.de

www.murphyjahn.com

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