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Steimle Architekten, Tübingen, Cityvilla S3, Brigida González

Hoch am Hang: Wohnhaus in Tübingen

Mit seiner klaren Volumetrie tritt der geschliffene Baukörper zwischen der angrenzenden Nachbaubebauung bewusst in den Vordergrund. Der kantige Betonbau wird durch gezielt platzierte Einschnitte akzentuiert, die mit eloxierten Aluminiumtafeln ausgekleidet wurden. Die eingeklappten Einschnitte nehmen die unterschiedlichen Höhenniveaus der Topografie auf und definieren den Übergangsbereich zum Außenraum.

Das Raumprogramm für die fünfköpfige Familie mit Hund und Katze verteilt sich über drei Etagen: Die gemeinschaftlichen Wohnbereiche befinden sich auf der Gartenebene, die Individualräume liegen im Obergeschoss. Nebenräume sowie ein Studio wurden im Untergeschoss in den Hang integriert. Der C-förmige, polygonale Grundriss lässt interne Blickbezüge zu und verwebt die einzelnen Zimmer zu einem durchgängigen Raumkontinuum. Den Mittelpunkt des Hauses bildet ein hofartiger Außenbereich, der von allen Seiten des Gartengeschosses betretbar ist. Gegenüberliegende, großformatige Öffnungen sorgen hier für spannungsreiche Aus- und Durchblicke und einen optimalen Lichteinfall.  Ein durchlaufender Bodenbelag lässt Innen- und Außenraum wechselseitig miteinander verschmelzen.

Insbesondere in Sachen Energiekonzept legten die Architekten einen Fokus auf Nachhaltigkeit und eine autarke Energieversorgung. Die Verwendung natürlicher und mineralischer Bauteile sowie der Einsatz vorgefertigter Bauteile begünstigt die Rückbau- und Recyclingfähigkeit des Gebäudes. Die offene Grundrissgestaltung gewährleistet eine natürliche Luftzirkulation durch alle drei Etagen, wobei die Luft durch einen Tiefhof je nach Jahreszeit entsprechend vorkonditioniert wird. Während die hochgedämmte Nordfassade nahezu fensterlos ist, unterstützen großformatige Fensteröffnungen auf der Südseite solare Wärmegewinne im Winter. Als aktive Maßnahmen werden eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eingesetzt.

Bei dem Wohngebäude von Steimle Architekten verschmelzen der sensible Umgang mit den topografischen Gegebenheiten, eine hohe Innenraumqualität und eine autarke Energieversorgung zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Vielfältige Freiräume, spannungsvolle Aus- und Durchblicke sowie außenliegende Treppenanlagen zur Überbrückung der verschiedenen Höhenniveaus machen die Lage am Hang überall erlebbar. Eine einheitlich helle Innenraumgestaltung und integrierte, platzsparende Einbaumöbel  sorgen für ein durchgängiges Raumerlebnis und ungestörte Ausblicke in die Umgebung.

 

 

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