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Hoch hinaus mit Holz

Der inoffizielle Höhen-Weltrekord für Wohnbauten aus Holz liegt bei neun Geschossen. Wesentlich höher hinaus will mit dem nachwachsenden Rohstoff nun ein deutsch-österreichisches Forschungsteam: Bis Ende des Jahres sollen die Planungen für den „Life Cycle Tower“, ein bis zu 20-geschossiges Holzhochhaus, abgeschlossen sein.

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Rendering: Rhomberg Bau GmbH

Ressourcenknappheit, CO2-Ausstoß und die steigenden Preise für Stahl, Dämmstoffe und Beton tragen dazu bei, das Holz als Baustoff derzeit immer interessanter wird. Geradezu sprunghaft verläuft derzeit die Höhenentwicklung im Wohnungsbau aus Holz: Galten noch bis vor wenigen Jahren vier Geschosse als oberstes Limit, wurde in London mittlerweile bereits ein neungeschossiger Wohnturm in Massivholzbauweise fertiggestellt.

Mit dem „Life Cycle Tower“ will ein deutsch-österreichisches Planungs- und Entwicklungsteam nun in eine neue Dimension vorstellen: Bis zu 20 Geschosse sollen mit dem neu zu entwickelnden Bausystem möglich sein. Bis Ende 2009 wollen die Beteiligten die einreichfähige Planung eines Wohnturms für einen fiktiven Standort abgeschlossen haben. Ziel sei es, ein umfassendes Gebäudekonzept für Konstruktion, Gebäudetechnik und Fassade zu erstellen, so die Bregenzer Firma Rhomberg Bau, die das Projekt gemeinsam mit dem Architekturbüro Hermann Kaufmann (Schwarzach/A), der Arup GmbH (Berlin/D), dem Institut für Gebäude und Energie der TU Graz sowie der Wiehag GmbH (Altheim/A) initiiert hat.

Basieren soll das Hochhaus auf einem neu zu entwickelnden Holz-Baukastensystem, das die Anforderungen an Brandschutz, Akustik und Tragfähigkeit erfüllt. Die Gebäudetechnik soll produkt- und herstellerneutral konzipiert werden, aber so ausgelegt sein, dass das Gebäude mehr Energie gewinnt, als seine Bewohner erbrauchen. Zum Abschluss der Planung soll eine CO2-Bilanz erstellt und das Gebäude zertifiziert werden.

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